Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
403
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AlS 1404 Philipp starb, folgte ,hm sein Sohn, Johann des>Unerschrockene; OrleanS wurde nun Rerchrstatthaitcr in Frank-reich. Allein beide Vettern blieben erbitterte Feinde, bis sie un-ter den Maliern von Montfaucon, eben al« das erste Blut im be-ginnenden Bürgerkriege fließen sollte (1405), »n Angesichts derArmeen durch eine Umarmung sich versöhnten und zum völliger«Seichin der Aussöhnung in der folgenden Nacht in einem Bettejusammenschliefen. 'Aber dennoch wurde Orle.nS (am -ersten Nov,1407, Abendö) auf freier Straße von Meuchelmördern um das Le-ben'gebracht, und Herzog Johann von Burgund bekannte sichselbst als den Anstifter dieser That, welche, wie beksenit, dt«größten Zerrüttungen in Paris zur traurigen Folge hatte. Zwarerhielt Johann von, Könige einen Erlassun^sbries, allein die Ne-mesis erreichte ihn in dem Augenblicke, als er die Scene der öf-fentlichen Versöhnung mit dem Dauphin auf der Brücke zu Mon-tereau (loten September 141Y) noch einmal geben wollte; schonwährend der ersten Bewillkommungsworre ward er von den Be- -gteitern der Dauphins niedergestochen. Sein Sohn und Nachfol-ger Philipp mit dem Beinamen: der Gütige (bisher Grafvon Cyarolols), wußte in dem mit England zwischen Frankreichund Burgund (1420) geschlossenen Frieden die Ausichließung de»Dauphins, zur Strafe für Herzogs Johann Ermordung, zu be-wirken. Aus Philipps Regierungszelt ist der Streitigkeiten zugedenken, die er mit Jacobine von Brabanr und deren zweitemGemahl, dem Herzog von Glocestcr, hatte und die sich mit einemVergleiche endigten. kraft dessen -Philipp als Erbe Jacobinen-gelten, (wenn sie kinderlos stürbe), sie aber ohne seine Einwil-ligung nicht heirathen solle. Doch Jacobine brach (1430^ die letz-tere Bedingung und nu» bemächtigte sich Philipp ihr-r Besitzun-gen, Hennegau, Holland und Seeland, indem er ihr nuvwenig zu ihrem Unterhalte aussetzte. Im Jahre vorher (142Y)hatte Philipp schon Namur durch Kauf erworben, und im Je1413 fielen ihm auch Brabant und Limburg zu, als die FamilieAnrons von Burgund, zweiten Sohnes Herzogs Philipp deSKühnen, erlosch. Im Frieden mit dem Könige von Frankreich(1435 zu ArraS) erhielt Philipp, außerdem daß König Carl VII-wegen Johanns Ermordung förmliche Abbitte thun mußte, sehransehnliche Distrikte von Frankreich, nämlich Macon, St. Gen«gou l, Auxerre und Bar an der Saone für sich und seineehelichen männlichen und weiblichen Erben, Peronne, Mon-didier und Roye für seine ehelichen männlichen Erben; fernerSt. Quentin, Corbie, Amiens, Abbeville, Pon»'breu, DourlonS, St. Riquier, Crevecoeur, Arleurund Mortagne, und die Grafschaft Boulogn« für sichund seine Erben. Zu diesen bedeutenden Besitzungen kam 1441Herzog thu», Luxemburg. Schon im I. 1430öur dritten Ehe geschritten, da feine zwei vorher!»

, nderioS gelassen hatten. Bei seiner Vermählung mit"^'sabeth), einer Tochter KönigS Johann I. von Por»Flandern, stiftete er den Orden vom gol«Söhne entsprangen aus dieser Ehe, von d-ne»b°ld wieder starben. Aber der dritte, ge-orcnE.^ot«^Nvs. 44ZZ in Dijon war Carl, Graf von Charolor«,«-ch-nms der Kuh«,, Htrjoz p»n Burgund genannt, An

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