Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
407
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Vurnst 4°7

sind Werke vom ersten Range. Im Jahre 1715 ging er nach Pe«rizonius Tode als Professor der Geschichte, Beredsamkeit und dergriechischen Sprache nach Lcyden, wo er nach einer schmerzhaftenKrankheit 1741 starb. Ein vollständiges Verzeichniß seiner Schrif-stn würde hier nicht an meiner Stelle seyn. Sein Bruder Franz,geboren zu Utrecht 1671, und gestorben ebendaselbst 7719 als Pro,fessor der Theologie, war der Verfasser mehrerer theologischenSchriften. Er hinterließ vier Söhne, von welchen sich zwei eben-falls als Gelehrte ausgezeichnet haben; sie hießen Johann und Pe-ter. — Johann Burmann, geboren 1707, starb 1780 alsArzt und Professor der Botanik zu Amsterdam. Er hat seine»Wissenschaft durch mehrere Werke wesentliche Dienst» geleistet. Lin-ie erwähnt ihn mehrmals auf das ehrenvollste, — Peter Bur-ma»», gebore» zu Amsterdam 1774, trat in die Fußstapfen seinesgleichnamigen Oheims, der ihn nach dem frühen Tode seines Va-ters erzog. Außerdem waren Düker und Drakenborch seine Lehrer.8m Jahre 7734 ward er zu Utrecht Doctor der ,Rechte. Im fol-genden Jahre erhielt er den durch Wesscliug« Übergang nach Ut-recht erledigten Lehrstuhl der Beredsamkeit und Geschichte auf der»aisersität Franeker. Im Jahre 1741 bekam er den Lehrstuhl derPoesie; aber schon 1742 verließ er Franeker, um an d'Orville'SStelle als Lehrer der Geschichte und alten Sprachen nach Amster-dam zu gehen. Im Jahre 77*44 erhielt er den Lehrstuhl der Poe-sie, 1752 ward er Aufseher der öffentlichen Bibliothek, und 175zJnspector des Gymnasiums. Wie sein Oheim hat er viele treffli-che Ausgaben, besonders lateinischer Classiker, geliefert, deinersowohl in umfassender Gelehrsamkeit und einem seltenen Talentfür dir lateinische Dichtkunst, als auch. in der Reizbarkeit des Cha-rakters, wodurch er in große Streitigkeiten verwickelt wurde, ähn-lich war. Klotz und Sapius waren seine Hauptgegner, mit denensr «in» Menge von Schmäh- und Streitschriften wechselte. Erstarb im Jahre 1778. Wir schließen die Übersicht dieser gelehrtenFamilie mit NicolauS LaurentiuS Burmann. Er war*734 Amsterdam geboren, und folgte 178t seinem Vater, dem«den angeführten Johann Burmann, auf dem Lehrstuhl der Bota-nik, um welche Wissenschaft er sich ebenfalls namhafte Verdienste"»erben hat, theil« durch eigene Schriften, theils durch die För»dirung fremder Unternehmungen. Er war es, der Thunberg be-stimmte, das Eap und Japan auf den Schiffen der ostindische»«omp,g»ie zu besuchen, welche Reise der Botanik bedeutende Er-weiterungen verschafft hat. Er starb 179z.

Bmrn et (Gilbert), Bischof von Salisbury, war zu Edin-burgh im Jahre 164z geboren. Sein Vater, einer der geschickte-sten Juristen Schottlands, war von Carl II- zur Belohnung fürvme Anhänglichkeit an die Sache Carls I. zu einem Lord Cro«Mont ernannt worden. Der junge Burnet erhielt von ihm dieWrgfältigste Erziehung. Nachdem er einen juristischen CursuS ge-Aucht hatte, bestimmte er sich dem geistlichen Stande und machte«ie dahin «inschlagenden Studien. Ausgerüstet mit einem außer»ordentlichen Gedächtniß, einer lebhaften Einbildungskraft, einerStoßen Lernbegicrde, einer festen Gesundheit, und gewohnt, täg-vier Uhr aufzustehen, mußt« er in kurzem sich ausgebrei«Kenntnisse erwerben. Eine Reise nach England gab ihm Ge-geny«st, ffch mit den Gelehrten zu London, Otforst anst Cam-