Lanova Canstein
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mit großer Heftigkeit in die Lust geschleudert, und er selbst da.durch sowohl szuc Erfindung des Pulvers, als auch des grobenGeschützes veranlaßt worden sey. Im I. IZ 7 S, ja schon im Kriegeder Engländer und Franzosen 1346 sollen die Bombardon oderDonnerbüchsen im Gebrauche gewesen seyn. Aus allen diesen wi-dersprechenden Nachrichten erhellet, daß die wahre Zeit der Erfin-dung der Canonen bisher noch nicht hat ausgemittelt werden kön-nen; gewiß ist indeß, daß ihr wirklicher Gebrauch ungefähr indie Mitte de« i4ten Jahrhunderts fällt. Im I.. 13/0 schössen dieAugsburger bereits aus gegossenen Canonen. Zu Anfange desigten Jahrhunderts waren fast alle Länder Europa's, Rußlandausgenommen, wo man erst 1475 Canonen gießen lernte, damit»ersehen. Die ledernen Canonen, welche die Schweden im30jährigen Kriege, zwischen 1620 und 1632 erfanden und gebrauch-ten, waren von starkem zusammengerolltem und fest zusammenge-nähtem Leder, das inwendig mit einer hölzernen oder auch kup-fernen Röhre gefüttert und von außen mit eisernen Ringen befe-stigt war. Die Kunst, mit glühenden Kugeln aus Canonen zuschießen, erfand der chukbrandenburgische Generalma.ru Weiler.Au Anfange des ihren Jahrhunderts erfand der Schweizer Marktdie Kunst, Canonen aus dem Ganzen zu gießen, und so auszu-bohren, daß der Kern als ein ganzes Stück herausgenommen wird.Die Geschwindstücke, welche man von hinten ladet, und danndie Ladung mit einem Keile verschließt, wurden durch DanielSpekle (st. 158Y) und Uffa ms eingeführt. Carl Millon erfand«ne Art asrischpnevma tischer Canonen, 2 Fuß lang, 3 ZollDurchmesser im dicksten Theile, r2 Linien Caliber, die mit ent-zündbarer Lust geladen und mit einer klastischen Flasche oder ei»Stückchen Katzenfell abgeschossen wird, und in einer Minute12 Schusse thut. Sie steht auf einem Gestelle von Glas, undkaun nach allen Gegenden gerichtet werden. Im I. 1740 verfer-tigte man zu Petersburg Canonen von EiS, und schoß Kugelnvon mehreren Pfunden daraus, ohne daß sie dadurch beschädigt? Ungenannter hat in dem Mars, einer allgem. Zeitg.
Mürt. Pers. Berl. 1805. B. 2 Hft. r. S. 8l — 86 schwim-mende Canonen 'in Borschlag gebracht, die wohl in mancherleiFällen zu brauchen wären. ^
.... ^aaova (Antonio), Nach Napoleons zweitem Sturze (1315)
. tr- im Auftrage des Papstes, die früher von den Fran--E Rom entführten Kunstschätze, ging dann nach London,Si»,. anfangs i8i6 nach Rom zurück, wo Pius VII. durch«lnrragung seine- Namens in das goldene Buch des Capitals undW.^/^^ttdigtes Sendschreiben ihn für „ hochverdient umE '.'^Erte, und zum Manches- von Jschia, mir^ ^ » Brüchen Einkommens ernannte,
nack Hildebcand von), der berühmte Stlftrr der
ren Btbelanstalt, war 1667 zu Lindenberg gebo-
füriken Frankfurt an der Oder, ward Page des Chur-
derlanden ^tandenburg, und diente als Volontär in den Rie-welche ihn Brüssel eine gefährliche Krankheit befiel,
nach Halle Kriegsdienst zu verlassen. Er begab sich
sein Leben i" vertrauten Umgang mit Spener trat und
reliaiöscn Thätigkeit widmete. Der Wunsch, seine
religiösen Gesinnungen unter der ärmern Classe zu verbreiten,