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Cavendish
gewagten Behauptungen des Verfassers fast immer durch That!»chen widerlegt. Im folgenden Jahre begann er ein großes b«t^irisches Werk unter dem Titel: ü-lonaZelpftise vlassis äisseiiivriones äecoiri, Paris 1785, »78y, Madrid 1790, 4., Mit Kiy.fern. Die Botaniker bewundern die Genauigkeit und den Schufsinn, welche dies Werk auszeichnen. Man findet darin die V»schreibung aller Gattungen dieser Classe, unter welchen es MNeue gab, und 207 Kupfer, zm welchen er selbst die Zeichnung!»geliefert hatte. Roch seiner Rückkehr in sein Vaterland beg«Cavanilles das schone Werk, das er unter dem Titel herausgabIcone s er flescriptiones plantamin, gu-ie !>i>k spoiile in Ilisgrmin ci es-cunr ant in lioiris kospicantni. IVl-,«kiiti »791 — 1?-»6 Voi. in kol. Dieses mit 601 Kupfern ausgestattete Werk endhält eine große Menge neuer Gattungen, und eine noch groß«Menge Arten, sowohl aus Spanien, als aus Amerika, Jndii»und Neuholland. Er war mit dieser Arbeit beschäftigt, als»von der Regierung den Befehl erhielt, Spanien zu bereise», midie Pflanzen dieses Landes zu untersuchen. Cavanilles hatte schsReise mit dem Königreiche Valencia angefangen. Aber ohne istden Vcgetabilien stehen zu bleibe», hatte er eine Menge Beobach-tungen über das Mineralreich, über die Geographie und überde»Ackerbau dieser Provinz gemacht. Sie erschienen auf Kosten beiKönigs unter dem Titel: Oliservacioiics solare 1 a liistori» nU"'ral, AeoArsst», aAiic»iIn>i a, polilscion erc. clel leKno äo V>'lencia, iVlaftiiä »795—1797, 2 Vol. in kol.; mit Kupfer» iia»den Zeichnungen des Verfassers. In diesem Werke zeigt er st»durchgängig als einen genauen Beobachter, gelehrten Physiker«-eifrigen Patrioten. Man hat noch mehrere interessante Schrift»von ihm, worunter auch einige polemische. Er war mit der Her-ausgabe eines Ilorrils »c^ius iVlarrirensis beschäftigt, als °erTod seiner nützlichen Thätigkeit ein Ende machte. Ihm zu Epe«Hat Lhunberg ein Geschlecht Eavanilla benannt.
Cavendish (Henry), geboren im I. 17ZZ, war der zwei»Sohn des Herzogs von Devönshire, und befaß als solcher anfäng-lich nur ein sehr mäßiges Vermögen. Statt sich den Ämtern, a»>welche er vermöge seiner Geburt Ansprüche machen konnte, I»widmen, beschäftigte er sich einzig mit den Wissenschaften, m«erwarb sich eine ausgezeichnete Stelle unter den Gelehrten, o>am meisten zu den Fortschritten der neuern Chemie beigetragHaben. Er hat zuerst die besondern Eigenthümlichkeiten desserstoffaases analystrt. und die Eigenschaften angegeben, wer»
vaukt man die wichtige Entdeckung von der Zusammensetzung «--Wassers. Schon Scheele hatte wahrgenommen, daß wenn in«»rine OUantität Orygen mit einer doppelten Quantität Hydrege»vermischt, diese Mischung mit einer Explosion verbrennt, oMeinen sichtbaren Rückstand zu lassen. Cavendish wiederholte dwsm lehrreichen Versuch, aber mit der ihn auszeichnenden Genamg*reit. Er verschloß beide Gasarte» in gehörig trockene irdene Ge-fäße, um das Residuum ihrer Verbrennung nicht entweichen !lassen, und fand, daß dieses Residuum Wasser sey, dessen Mwicht dem Gewichte der beiden Lustarten gleich kam. ,bestätigte später dies Resultat vollkommen. Derselbe Geist«enauigkeit in den Versuchen führte Cavendish auf