Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
512
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China

Norden, der sich in den Meerbusen von Peking ergießt. Dichund unzählige andere Flüsse, welche durch zahlreiche'Canäle ver-bunden find, bieten unzuderschnende Vortheile für den Ackert«,und Handel dar. Der wichtigste dieser CaNäle ist der dreihundertMeilen lange sogenannte Kaisercanal, der mit einer Unterbre-chung vün einer einzigen Tagereise eine Wasserverbindung zwische«Peking Und Canton gibt. Auch an Lqndseen ist China reich, bosonders die Provinz Hou-duang, deren Name schon daraufweis't. Das Clima muß in einem Lattde von solcher Ausdehnm,sehr verschieden seyn. Im Süden von China, nahe am Wehr-kreise, herrscht eine große Hitze, die jedoch durch den Einfluß drrperiodischen Winde gemildert wird. Die nördlichen und östliche«Gegenden sind ungleich kälter, als die unter derselben Breite gr<legenen Länder Europa'», wovon der Grund in der Höhe brtSonne, in der Natur des mit Salpeter angefüllten Boden«, mhendlich iN dem Schnee liegt, welcher den größten Theil de« Zeh-re« die Centralgebirge Asiens bedeckt. In einem überaus blühen,den Zustande ist Der Ackerbau China's, und der HauptgegedMdesselben der Reiß. In den.zu kalten oder zu trocknen nordwest-lichen Gegenden ersetzt man ihn durch Wetzen. Man baut fern«Kartoffeln, Rüben, Bohnen, und vorzüglich eine Art Weißkohl.Das urbare Land wird unausgesetzt bestellt, ohne Brache zu lie-gen. Selbst die steilsten Berge findet maN zugänglich gemocht,angebaut, Und aüf kunstreiche Weise bewässert. Die Art, wird!«Wohnungen der Landleute liegen, trägt viel zu dem blWnd"Zustande des Ackerbaues bei, indem sie nicht in Dörfern vereinigtsöndern zerstreut sind. MaN sieht hier weder Verzäunungen, uohPforten, noch sonst eine Vorkehrung gegen wilde Thiere m«Diebe. Die Frauen ziehen Seidenwürmer und spinnen Bau«-,wolle; auch beschäftigen sie sich mit Verfertigung der Zeuge; da«die Frauen sind die einzigen Weber des Landes. Allgemein v"konnt sind die Ehrsurchtsbezeigungen, welche die chinesische Regie-rung dein Ackerbau erweis't. Jährlich, am fünfzehnten Tage dueisten MondeS, findet diese Feierlichkeit Statt. Der Kaiser begMsich in großev Pracht, begleitet von den Prinzen Und vorneh«-stett Reich-beamten, auf das dazu bestimmte Feld, hier wirst "sich Nieder, Und berührt Neunmal Mit der Stirn den BodeN, umbett Lien, den Gott des Himmels, zu verehren; er spricht""'lautet Stimme ein Von dem Tribunal der Gebräuche abHesWe«Gebet, in welchem er den Segen des höchsten Wesens für st«"UNS seines ganzen Volks Arbeit erfleht« Dann, als Oberpriest"deS Reichs, opfert er einen Stier dem Himmel als Herrn aur,Güter. Während Matt das Opfer auf dem Altare darbrmOwirb dem Kaiser ein, mit einem Paar prächtig gezierter M-e»bespannter Pflug gebrächt. Jener legt seinen kaiserlichen Schmu«üb, ergreift die Handhabe des Pflüg», und zieht mehrere Furche»durch die ganze Fläche des Ackers. Ein Gleiches thun nach-Whie vornehmsten MaÜdariNeN« DaS Fest schließt mit eineryeÜlrng von Geld und Stoffen unter dre Landleuie Luf ay^ficht Weise erscheint einige Zeit Nachher der Kaifer wieb r.deff SameN ZU streuen. -IN den Provinzen b-S "Eh.

äN demselben Lage die VitekL-i-ge d'/ nmn-che Fe.erIrM ^

Weniger alS ist dem Ackerbau, ist rn der B-umzucht die Zn°mtz«x Chinesen fortgeschritten. Sie besitzen diel Fruchtbärim /

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