Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
519
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> Chio, Sr-

rgr^ sich oft damit, daß er er» Wort zur Erklärung hinzusetzt. Neh-R 5 - wen wir durchgängig fünf Tone an, so erhält dadurch der Ehrnese724). «us seinen Z28 Wurzeln 1625 verschiedene Wörter. ^ Durch meM Aspiration werden diese auf I2M, oder nach der höchsten Rech-st« nung auf 7700 vermehrt. Diese nun, welche das daran gewohnteüb« chinesische Ohr noch als verschieden empfindet, bilden den ganzenlB Sprachschatz der Chinesen und müssen nebst ihren oft sehr sonder-»du baren feierlichen Bedeutungen, wodurch manches Wort gegen 5szm« verschiedene Bedeutungen erhält, hinreichen, aste csncrete und

zot!» abstracto Begriffe auszudrücken. Dr sie alle einsylbig sind, so

Art gibt es keinen Unterschied der Redethekle, auch fallt alle Ableitung

Ar«, und eigentliche Biegung weg. Die Declination und Conjugationnüik. wird durch Umschreibung dürftig ersetzt. Immer und allenthal-Mh> den aber bleibt viel Dunkelheit, daher auch besonders ihre at,

ltth» ten klassischen Bücher, die Kings, von jedem Ausleger anders ge-

^ M deutet worden. —, Nicht minder sonderbar ist die Schrift der Chr-ist», riefen. Sie ist weder natürliche »och symbolische Hicroglyphik, «ochlenz Sylben- noch Buchstabenschrift, sondern drückt ganze ausgebildetelegik! Begriffe, und zwar jeden Begriff durch ein eigenes Zeichen aus,

vasti ohne mit der Sprache in Verbindung zu stehen. Man kann daher

dem» ein chinesisches Buch verstehen lernen, ohne das geringste von der

! I» Sprache zu wissen. Der chinesischen Schrift liegen sechs theils ge-st« rode', theils auf verschiedene Art gekrümmte Linien zum Grunde,

welche zunächst die 214 sogenannten Schlüssel oder Urzeichen bilden,Ist rillt welchen alle übrigen Zeichen, deren höchste Zahl man auf

>W 80,00s angibt, zusammengesetzt sind. Auch ein lebenslängliches

Wir- Studium reicht nicht hin, alle diese Zeichen dem Gedächtniß einzu-

ep» prägen; indessen sind schon 8 bis in,oos derselben hinreichend, ei»

gewöhnliches Buch zu verstehen. — Die Literatur der Chinese»lse« ist reich an mannichfaltigen Werken. Eine eigene Abtheilung in

, S, derselben bilden die Kings oder heiligen Bücher, welche Confu.

achte eins in die jetzige Form brachte; sie sind theils geschichtlichen,

Mb theils moralisch-religiösen, theil poetischen Inhalts. Von diesen

,rch Kings ist das Gchoü - king ins Französische übersetzt. Unter der»

, st geschichtlichen Werken ist eins der wichtigsten die (sehr fehlerhaft)

ins Französische übersetzte chinesische Reicksgeschichte. AußerdemE«l- verdient Erwähnung das zunächst ins Englische übersetzte chinesische

1 du Strafgesetzbuch, die Lobschrift auf Mukden, die Inschrift deL Ua

aA u. s. W. Hülfsmittel zur Erlernung des Chinesischen haben wir

dcr» von Follrmont, Beyer , Remusat; ein Wörterbuch (das aber sehr

stich geadelt wird) von dem jünger» Deguignes. Ein anderes ist von

aB Montucci zu erwarten. Dagegen hat I. Hager das seine, dem er

! M keineswegs gewachsen war, aufgegeben. Große Arbeiten der Mi>-

säB sionanen für das G tudium der chinesischen Sprache finden sich he»i»-

, d«c schriftlich ,'n Nom, Baris u. a. a. Orten.rg<- Chio oder S c'i o (bei den Alten Chios, jetzt Saki Adassy,de« eine der vornehmsten Inseln des griechischen Archipelagus, welche

M in Osten durch einen schmalen Canal, Strmro ssi 6->xc> Krane»

n»r genannt, von Natolien getrennt ist. Sie hat 128 italienische Mei-

lw« len im Umfang und zählt auf 24 Quadratmeilen etwa i6c>,ocxi Em-

M wohner, meistens Christen. Sie ist reich an trefflichem Master,

Ä! Baumwolle, Terpentin, Marmor, Pomeranzen, Citronen, Ol,M! sieizen und dem unter dem Ramcn Chierwein bekannten Malva-ster. Die Hauptstadt gleiches Namens mit Za,ooc> Einwohnern hat