Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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S24 Christian II.

königliche Ansehn in Schweren zu befestigen, und beschloß, bist SeAbsicht durch Vernichtung der ersten Familien zu erreichen. M«. unüber die Mittel waren seine Rathgeber verschiedener Meinung, ariEndlich erinnerte Slaghoek, des Königs Beichtvater, der früh« diein Westphalen Barbier gewesen war, an den gegen die Feind! derLrolle's geschleuderten Bann und fügte hinzu, bah wenn auch i« »oiKönig als Fürst das Vergangene vergesse, er doch als Vollzieh« gx,der Befehle des Papstes dre Ketzer ausrotten müsse, dem geniil ,h,faserte Trolle die Bestrafung der Ketzer, der König ernannte ei» uisCommission, vor welcher die Angeklagten erschienen. Unter ihn« anwar auch Christine, die Witwe des Administrators. Als sie, u» disihres Gemahls Andenken zu rechtfertigen < das 1517 vom Scnügegebene Decrct vorzeigte, bemächtigte sich Christian desselben und Ysmachte seine Proscriptionsliste daraus. Die Angeklagten wurde» U.verhaftet und für schuldig erklärt. Sogleich befiehlt der König ih« HzHinrichtung, und 94 Gchlachtopfer fallen in seiner Gegenwart u»- ätzter dem Beile des Henkers. Diese Blutscenen dauerten sowchl» fj,der Hauptstadt als in den Provinzen fort; Christian rechtfertig stj

sie durch die öffentliche Erklärung, daß sie für die Ruhefll di

Staats nothwendig wären. Bold darauf kehrte er nach Läs» chmark zurück; der Schreckn folgte seinen Schritten, BlutstHs Llbezeichneten seinen Weg, sechshundert Personen hatte er in SäM ta

den geopfert, und da er dennoch diese Maßregeln für unzurciö« in

hielt, legte er in alle Städte zahlreiche Garnisonen. Kaum «ü uier nach Dänemark zurück, wo er ebenfalls seine Grausamkeit z«f zete, so wachte er eine Reise nach den Niederlanden, urq Carl ä- er

welcher dort war, um Hülfe gegen den Herzog von Holstein, nu> C

dem er in Streit gerathen, und gegen die Lübecker, die.sielt si A

Schwedens Beistand bereit waren, zu bitten. Bei,seiner Rückksi! di

nach Kopenhagen war ganz Schweden unter den Waffen. Slaz> in

hoeks Tyrannei hatte einen allgemeinen Aufstand erregt; Ch.riM A

rief ihn zurück, gab ihm das Erzbisshum von Lund, ließ ihn ade» h

bald darauf lebendig verbrennen, um den Papst zu besänftiM d

der einen Legaten nach Dänemark geschickt hatte, up> über du r

Bischöfe, welche zu Stockholm waren ermordet worden, Nachftn q

schungcn anzustellen. Um den Papst ganz zu versöhnen, ändern st

er in den Gesehen alles, was das Luthcrthum begünstigte, 1» P

daS er viel Neigung gezeigt hatte. Indeß, aber war Gustav M« ü

der Gefangenschaft entflohen und hatte das Panier gegen die M 1

nen erhoben. Waid erfuhr Christian, .daß die zu Wadstena ver> si

sammelten Reichsstände ihn der Krone für verlustig erklärt hallen. <

Norby verhinderte zwar, daß. Stockholm nicht in die Gewalt« >aInsurgenten siel-,, aber die Gqrnison empörte sich wegen MaWan Bezahlung. Christian, dessen Wuth aufs höchste stieg, besä? ^den dänischen Befehlshabern, alle Rebellen, deren sie sich beniaqjagen könnten, hinrichten zu lassen; aber diese Maßregel vonbete nur seinen Sturz. Norby hielt noch Stockholm, Kalmar nAbo, drei Orte, welche für die Schlüssel des Reichs ^

seht; aber bald warb er von den Lübeckern beunruhigt. .

b esuchten sogar einen Angriff auf die Küsten Dänemarks. «> ^

thue» Rache zu nehmen, trat. er mit dem Herzog von HA, §2 T

Unterhandlungen, welche sich aber durch sein empörendes ^ ^

zerschlugen. Inzwischen publicirte er zwei Gesetzbücher, v» dren Vororduungen erner Seils die Geistlichen beschränkt, «