Christian II.
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Seit» der Bauernstand gehoben wurde. Dies« allerdings «eisenund menschlichen Maßregeln waren mit andern vermengt, die all/grmelncn Unwillen erregen mußten. Man Murrte einstimmig öderdie Verschlechterung des Geldes und über die unerträgliedc Lastder Taxen: Die MLndischen Bischöfe und Senatoren, unterrichickvon den Gesinnungen des Volks, entwarfen zuerst den Plan, ge-gen den König aufzustehen. Zu Ende des I. 1522 erklärten si-chren Unrerrhanrneid für nichtig, Christian feiner Rechte für ver-lustig, und boten die Krone dem Herzoge von Hellstem, Friedrich;an. Der König, dck Verdacht geschöpft halte, berief den südlän-dischen Adel nach Callündbvrg in Seeland, und da sich Niemandeinsand, von neuem auf den ägsten Januar 152Z nach Aarhuus inJütlan«, wohin er sich selbst begab. Seine Ankunft zwang dieVerschwornen, die Auslührung ihrer Plane zu beschleunigen. - Sieversammelte» sich in Biborg, und faßten daselbst zwei UrkundenW, in deren einer sie den König absetzten und in der andern Fried-lich aufloderten, von. Throne Besitz zu nehmen. Bald hörte Chri-stian, daß die Jütiänd'er die Masten ergriffen, und daß Friedrich«die Krolle annehmend, ihnen ein bedeutendes Hülfscvrps verkprd-chm habe. Dagegen gelobten ihm Fühnen, Seeland und SchonenTreuer- Der Bürgerkrieg war im Begriff auszubrechcn, als Christ-kali' seilst eigene Sache aufgab. Er verließ im April 152z'Däne-mark; indem er die Königin, seine Kinder, seine Kostbarkeitenund die Reichsarchive mit stch auf die Flotte nahm. Ein Sturanzerstreute seine Schiffe, warf ihn a.us die norwegische Küste, unserst nach den größten Gefahren erreichte er Beere auf Seeland.Carl V. begnügte sich sowohl Friedrich, als dem jütländischenAdel und der Stadt Lübeck zu verbieten, gegen Christian zu han-deln. Dieser rüstete indeß ein Heer und tine Flotte aus, undmachte 15Z1 zü Opsl« in Norwegen einen Generalpurdon bekannt.Aber seine'Truppen, dre gegen die Schweden Vortheile erfochtenhatten-, erlitten neue Verluste. Angegriffrn in keinem Lager durchdie dänische und hanseatische Flotte, zog er sich in die Stadt zu-rück,' seine Schiffe wurden ein Raub der Flammen. Aller Hülfs-Hucll'eN betäubt, wachte er den dänischen Generalen Vergicichsvot-Wage, welche ihm endlich ein sicheres Geleit au'Sstelllen, damit >.rsich auf der dänischen Flotte nach Cope.uhagen zu einer persönli-chen'Zusammenkunft mit Friedrichen, begi-btn könne. Im JulstAZ2 kam er vor Copenhagen an. Allein Friedrich verwarf den ge-Moffenen Vertrag und der Senat verfügte Christians Verhaftung.?^n gemäß brachte man ihn auf das Schloß Soenderburg, auf derTnsel Alsen. Hier verlebte er zwölf Jahre in der Gesellschaft ei-nes Zwerges, und spater eines alten Invaliden in einem Thurme,M^n Thür man vermauert hatte. Alles verließ ihn. Als 154zeshrsstsan m, den Thron bestieg, wurde sein Schicksal vermögeVertrages mit Carl gemildert. Er lebte von 1Z46 zu? 5 A>ndborg von einer ihm angewiesenen Rente, und starv'da-den 2gsten Januar 155c,. Seine Gemahlin hatte standhaftl ^od 1526 sein Unglück getheilt. Er hatte drei Kin-3 shann, der 1532 zu Regensburg, dreizehn Jahre alt starb;Dorothea, mit der sich Friedrich, Churfürst von der Pfalz, undkr der sich Franz Sforza, Herzog von Mailand, und
twerter Eh« Franz, Herzog von Lothringen, vermählte.