5 SS Clarendöir .
boldt, Thibaut, Bücher, Savr'gny. An einen, für Laie» zn« ri
Nachschlagen oder auch zum Selbststudium des Civilrechts brauch- tz
baren Werke fehlt es gänzlich. Höpfners Commentar über Hei- d
neccius Institutionen. enthält ungeachtet seiner Ausfübrlichkeit st
nicht Alles, und Lhibauts System des Pandectenrechts ist weder d
zumRnchschlagen für dcn Laien, noch zum Selbststudium geeignet, bl.k. ä
Clarendon (Eduard Hyde, Graf von), Grvßkanzler von st
England, war zu Dinron in Wiltshire im 1 .1608 geboren. Nach- j
dem er steine Studien zu Oxford mit dem siebzehnten Jahre been- (
digt hatte, begann er die Rechte unter seinem Oheim, Nicolas r
Hyde, Präsidenten der Kingsbeuch » zu studirrn. In dem söge- t
nannten langen Parlamente unter Carl I. hakte er sich durch seine ^ sTalente ausgezeichnet und sich mit Geschicklichkeit das Bertram» l
aller Mitglieder erworben. Die Reinheit seiner Grundsätze und S
seine Anhänglichkeit an die Gesetze seines Vaterlandes.brachten s
ihn darum. Ais der Bürgerkrieg erklärt war, folgte er der. Pav' r
tei des Königs, und wurde von Carl I. zum Kanzler der Schatz,: - Zkammcr und Mitglied« des geheimen Raths ernannt. Er beglotz, r
lete in der Folge den Prinzen Carl (nachmals Carl H.) nach der/ l
Insel Jersey, und blieb daselbst, als der Prinz nach Frankreichs >
reif'te. Er verlebte hier zwei Jahre, und sing zu dieser stell ! i
seine Geschichte der Rebellion an. Auch verfaßte er zu Jersey die/ l
verschiedenen Schriften, die im Namen des Königs zur Beantwort s
tung der Manifeste des. Parlaments erschienen. Nach Carii I--'Hinrichtung berief ihn der neue König nach Frankreich. Im I/ ^
rüast begab er sich mit,Sord Cottingron nach Madrid, um zu ver- >
suchen, ob er vom spanischen Hefe'Unterstützung auswirken könnte. >
Bon da begab er sich nach Paris, und suchte die Königin Mutter >
mit dem Herzoge von Uork zu versöhnen. Sodann gmg er nach -
dem Haag, wo Carl II. war; aber ökonomische Rücksichten ni- >
thigten ihn, Antwerpen zu seinem Aufenthalte zu wählen. Die >Prinzessin von Oranien, Carls I. Tochter, wollte ihn veranlassen, Isich bei ihr zu Breda niederzulaff.n, und ernannte seine, ältestt'- 'Tochter, Anna Hyde, zu ihrer Ehrendame. Dieser Umstand ward >
die Ursache, daß zwei Enkelinnen Eduard Hyde's den englische» >
Tbron bestiegen. Cark H., der in Ermangelung bes Geldes mit ITiteln gegen seine ihm treu gebliebenen Unterthanen freigebig war,erhob ihn im I. 1657 zum Großkauzler von England. Mehr alsjeder Andere trug Eduard Hyde nach Eromwells Lobe zu demglücklichen Ausgang« der Unterhandlungen bei, welche Carl II-auf den Thron setzten. Seitdem besaß er das ganze Vertrauendes Fürsten, der ihn mit Gunst überhäufte. Sein Titel als Große,kanzler wurde bestätigt; man fügte 16Ü0 den eines Kanzlers der/Universität von Oxford hinzu. Im folgenden Jahre ward «rschnell nach einander zum Par und Baron Hyde in Wiltshire/zum Discount von Cornbury in Oxfsrdshire und zum Grafen vonClarendon in Wiltshire ernannt. Ein so hohes Glück mußte denNeid erwecken; ein unerwartetes Erergniß trug noch dazu beu -Der Herzog von tzork, des Königs Bruder, befand sich b« l«nSchwester zu Breda, lernte hier Anna Hyde kennen, die ihm einso heftige Leidenschaft einflößte, daß er sich im Novemberohne des Königs und des Großkanzler« Wissen mit ihr vermähl"'
Srst nach Carls Ist. Wiedereinsetzung verrieth Anna'S Sch« -gzxschast dlkfe Verbindung, Dlarrndan benahm sich bei der nro-?-