Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
541
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Classisch S-si

igl«. neuern Reisebeschreibungen. Nachdem er in ssinen frühern Jäh-rn!! ' ren schon Italien und Frankreich besucht hatte, begann er in Ve-rbi! gleitung eines Herrn CribbS im I. 1799 eine größere Reise

oard durch Dänemark, Norwegen, Schweden, Lappland, Finnland,

sea. . Rußland, die Latarei, vKltinasren, Syrien, Palästina, Ägypten,

Ptt-! Griechenland und die Türkei, und kehrte 1802 über Ungarn, Deutsch-

wer- land und Frankreich nach England zurück. Auf diesen großen

fol- Reisen bildete er sich die kostbarsten Sammlungen von Mineralien,

den Manuskripten und alten Bildwerken, welche letzteren er mit Jnbe-

»!eli< griff der berühmten öleusimschrn Cetcs in der öffentlichen Biblio-

oard! thek in Cambridge aufstellte. Ihm verdankt England auch den

>far> jetzigen Besitz des alexandrinischen Sarkophags und der Inschrift

übn in drei Sprachen, welche unter dein Namen des Roscttasternt

lau, bekannt ist.

im "Classisch, Classiker. So hießen ursprünglich unter den

jdeu sechs Classen, in welche das römische Volk eingetheilt war, die

-klü- Bürger des ersten Ranges oder der ersten Classe. Nach ihnen

dü> wurden von den Neuern die griechischen und römischen Autoren

M überhaupt Classiker genannt, d. i. vorzügliche, musterhafte

die Schriftsteller, wiewohl viele Abstufungen Statt finden, und ihr

Er innerer Werth, trotz dieser ehrenvollen Benennung, sehr verschie-

ind- den bleibt. In diesem Ginne spricht man von einer classischen

z.d'e Literatur, Kunst und Poesie, in, Gegensatze der modernen

richt oder romantische». Es ist hier nicht der Ort, die Borzüge der

mer- classischen oder antiken Literatur von ihrer realen Seite zu be-

alli- trachten; nur im Allgemeinen wollen wir andeuten, daß bei den

seht verschiedenen Principien der alten und der neuern Welt (die Rich-

tung der letzten ward meistens durch das Christenthum bestimmt)d!» die geistigen Erzeugnisse des classsickien Alterthums einen crgen-

und thumlichcn Charakter behaupten. Freigebornc und freicrzogene

leck! Männer, zum Theil bedeutend« Staatsbürger, die an der Erzcu-

j>u- gung großer Gedanken und an freier Kraskäußcrung durch bür-

ary gerliche Beschränkung wenig oder gar nicht gehindert waren, tra-

Zhtt den hier als Dichter oder als prosaische Schriftsteller «uf, andere

Ke- Vortheile nicht zu erwähnen, die in politischer, religiöser und

haft klimatischer Hinsicht auf die alte Kunst und Literatur günstig ein»

rsu- wirkten. Wenn man also bei einem gründlichen Studium des Al-lein terthumS den ältern Classikern, oder vielmehr den Classtkern un-

laug 's* den Klassikern einfache Würde und Schönheit, großen umfas-

M< senden Sinn und plastische Gediegenheit nicht absprechen kunn, sv

und bleiben ste «och immer Lehrer der Nachwelt, — Aber auch die

,000 neuere Literatur hat ihre classischen Schriftsteller, oder, wie

faa> wir auch zu sagen pflegen, ihre Koryphäen und Heroen, und ist

lind Sinne sprechen wir von classischen Stellen, von classi-

Hv. ichem Werthe u. s. w. Das Classische bezeichnet also jedes

vollendete Kunstwerk, in welchem sich Stoff undiell. müir'"-^".chdcingcn und zu einem Höchsten verschmelzen. ES

nst! Uni, Ni, iich viele äußere, und innere Umstände in der Geschickte

,0». 7° Literatur eines Boiks und in der Geistesbildung des Ein?

all ! ehe selbst der großgeborne Mensch ein classi-

.werden kann, damit er wenigstens kein zu schweres'M bcin,.. Wir: werden also das Classische in der Regel

D" un!> du suchen haben, die bereits eine Literatur besitzen,

"b b,e eben so wenig ungebildet, als verbildet oder überbilde: