Eünik
de, aber man wird die Resultate davon'stets in den-Schriften d«jHippskrates bewundern, der die gleichsam ererbte Erfahrunglehre mit Allem, was er auf demselben Wege an gründlich«,Kenntnissen erwarb, bereicherte. Nach ihm hörte die Medici,auf, das Eigenthum besonderer Familien zu seyn, und man endsernte sich bald von dem strengen Wege der Beobachtung, den»so sehr empfohlen hatte. Die noch schwankenden Fortschritte daAnatomie und Physiologie, das anhaltende Studium der Phil«,sopyie des Aristoteles und endloses Disputiren über die Natur d«iMenschen, die Krankheiten und Heilmittel, beschäftigten die allg«,meine Aufmerksamkeit; die weise Methode, die Krankheiten z,beobachten und genau zu beschreiben, wurde vernachlässigt. DuHospitäler dienten bei ihrem Ursprünge mehr zur Ausübung d«ifrommen Wohlthätigkeit der Christen als zur Vervollkommnungder Medicin, und die Studien blieben unverändert. Die Schultvon Alexandria war damals so berühmt, daß, wie Ammian«?Marcellinns sagt, ihre fleißige Besuchung alle Rechte zur Aus-übung der Arzneikunde gab. Eine andere alte, zwar nunoer be-kannte, aber sehr blühende Schule war zu Niiapour in Pech«»,und es ist zu bemerken, daß die Hospitäler daselbst schon vor di»
Zeiten der Araber, denen man gewöhnlich diese glückliche Jde« zu-schreibt, mir den medicinischen Schulen in Verbindung gebrecht
waren. Diese vom Kaiser Äurelian gestiftete Schul« bestand migriechischen Ärzten, welche die Lehre des Hippokrates im ga«MOriente wieder erweckten; sie erhielt sich mehrere Jahrhundert!und in ihr bildeten sich ohne Zweifel Rhazes, Ali - Abbas, vcenna und die berühmtesten Araber. Um dieselbe Zeit stand tuberühmte Johannes Mesve, aus Damaskus, dem Hospitale jtBagdad vor. Man weiß nichts von der Methode, welche besetz!wurde; aber man darf keine hohen Begriffe von dem UnterrMzu einer Zeit haben, wo man noch allen Träumereien der arsdi-schen Polypharmacie anhing. Die Medicin theilte in jener bar-barischen Periode das Schicksal der übrigen Naturwissenschafte»-Man dachte nicht daran, nach dem Vorbilde der Griechen sichlangsam oder gründlich in einem großen Vereino von Kranken zubelehr-'y. Die Gründung der Universitäten schien geeignet, dirStudien, besonders in Spanien, wiederherzustellen, und eben zurZeit der Araber besaßen Sevilla, Toledo, Cordova berühmt«Schulen und Hospitäler, wo junge Ärzte sich bildeten. Aber dirclinischen Studien wurden fast ganz vernachlässigt. Statt d»Geschichte der Krankheiten mit Eifer zu studiren und zu ergrün-den, schwatzte man üher die unnützesten Dinge. Richt ersprießli-cher waren die Reisen, die man in derselben Absicht imzwolfu»oder dreizehnten Jahrhunderte nach Italien und Frankreich mach-te. Vorzüglich besuchte man die berühmten Schulen von Mont-pellier und Paris, wo der Unterricht der Medicin sich auf einfach-Vorlesungen und ewige Eommentationen der dunkelstenstande beschränkte. Selbst als man zu Ende. des. funszehntenpay.-hunderts die Werke der alten griechischen Ärzte zu drucken. oiiMS-fuhr man fort, sich mit Erklärungen und Wortstreittn zuschäftigen. Es verflossen noch zwei Jahrhunderte bis zur M«»,Herstellung der clinischen Studien. Als die Begründer,dcrs-^
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in Holland nennt man Wilhelm von Straten. ' Otho H
Sylvius, gegen die Mitte des siebzehnten Jahrhunderts.
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