M
sich
ls
I«!
dm
r,li
«!»
kldü
:
d«n
iM
Ä»
»!>
/s
nü
O
sfch
Cvrfu Cornaro Zys
Corey «der Fakkusai gen«int, ist eine große längliche Halbinsel,die zwischen China uns den japanischen Inseln liegt und gegenMitternacht theils an die sogenannle östliche Lartarer, theils andie chinesische Provinz Quantong oder Leao-tsng stößt, auf denübrigen drei Seiten aber von dem japanischen, chinesischen
und gelben Meere Umgeben ist, vsm Z-ssten bis zum chzsten Gradeder Breite, und von, rasten bis zum igSsten Grade der Längereicht, und einen Flächenraum von 4000 Q. M. enthält. Dennördlichen Theil nehmen unzugängliche, mit ewigem Schnee be-drllte Gebirge und ungeheure Wälder und Wüsten ein, .nach Sü-den zu wird das Land angenehmer, fruchtbarer und bewohnter.Hier gewinnt man Reiß, Hirsen und andere Getraidearten, auchHanf, Baumwolle, Seide. Außerdem hat Corea Eisen-, Blei-,Silber- und Goldbergwcrke, Perlen - Fischereien, und Überfluß aitzahmen und wilden Thieren. Die Coreaner sind eine Vermischung»on Manisch» - Tungusen und Chinesen, wohlgebildet und in Sit-ten und Lebensweise den Chinesen sehr ähnlich». Sie treiben Han-del nach China und Japan, aber mit Europäern haben sie keinenVerkehr. Das Oberhaupt ist efn König, der zwar ein Vasall vonChina ist, und jährlichen Tribut dahin zahlt, übrigens aber völ-lig unumschränkt und ziemlich despotisch regiert. Die ganze Halb-insel wird in acht Provinzen getheilt, die der König durch Statt-halter verwalten läßti Die Hauptstadt von ganz Corea und dieResidenz des Königs heißt Kingkitao. ,
-j-Corfu. Im Jahre i8lo nahmen die Engländer die an-dern Inseln weg; das stark befestigte Cvrfu blieb aber noch intBesitze der Franzosen, wurde jedoch später auch von den Englän-dern genommen. Bei dem zweiten pariser Frieden wurde amaasten November igig zwischen England und Rußland ein Tractatabgeschlossen, nach welchem jene sieben Inseln, unter der Benen-nung: Vereinigte Staaten der ionischen Inseln, einemstnen, unabhängigen Staat ausmachen, der unter dem Schutz«Englands steht, englische Besatzungen in seinen festen Plätzen auf-nimmt, und unter der Leitung eines englischen CommissärS sein«-Verfassung vrganisiren wird. — Für England ist diese Erwerbungvon großer Wichtigkeit. Zwar ersodert die Unterhaltung der Gar-niMen einen bedeutenden Aufwand, aber diese Inseln sind de««Muffel des adriatischcn Meeres, und ein Punkt, von welchem»us nach verschiedenen Punkten hin gewirkt werden kann. Obstets »ach Veränderung trachtenden Griechen die englisch«Oberherrschaft willig ertragen, und die Nachbar-Staaten sie im-mer gleichgültig betrachten werden, muß die Folge lehren.
Cornaro (Lodovico), merkwürdig wegen des hohen Alters»" durch eine mäßige und nüchte» ne. Lebensweise erreichte, war»vus e,n^ vornehmen venetianischen Familie, die ihrem Vaterland«mehrere Dogen und der Insel Cypern un igten Jahrhunderte ein«gegeben hat, welche bei ihrem Tode das Königreich denhinterließ. Lodovico Cornaro starb zu Padua im I.,?o°> in einem Alter von 104 Jahren, ohne Todeskampf sanft^ imqiumznernd. Schon in seinem Lgsten Lebensjahre wurde er von„„?benlibcln, von der Gicht und einem langsamen Fieber befallen,sie ,ß.viler angewandten Mittel blieb seine Gesundheit schlechtvierzigsten Jahre. Är entsagte endlich dem ferneren«rauche der Arzeneimittkl, und da ibn die Erfahrung belehrt
88 *