Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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6oo Correct

ist. Man unterscheidet daher bei dem Kunstwerke (Werke ieschönen Kunst) das, was von der Energie des höheren LaliA Eabhängt, und jenes Wesen der Schönheit ausmacht, was die ritzt a>tigen Formen gleichsam beleben soll, von der Cvrrecthefl. wals dem niederm, obwohl ersten und Erlernbaren in der Kmt bidie man daher auch die mechanische oder technische Vollki» Amenheit der Formen nennt. Mehr noch als Correctheit!!daher die Eleganz eine gefällige Eorrecthcit oder CorryttP bmit Zierlichkeit und Schmuck verbunden, obgleich auch diese «»i (

nicht Anmuth, viel weniger Schönheit selbst ist. Daß "si lrCorrectheit überhaupt eine nothwendige Eigenschaft iSKunstwerks sey, leuchtet aus dem Begriffe des Kunstwerks M dein. Trenn wenn dieses ein Werk ist, in welchem die höchste her d

monic des Idealen und der Erscheinung herrschen, oder daS,k t

andern Worten, in seiner Erscheinung vollendet seyn soll, samt edamit auch verlangt, daß nichts die Anschauung dessllt nben störe, was sich bei der Darstellung nach bestimmter W> «vermeiden läßt. Daher gehört die Correctheit auch zur Elasts dcität, d. i. reiner Musterhaftigkeit, und die größten MB" twaren immer auch die correctesten; diejenigen aber, w» rdie Classicität in die Correctheit letzen, verstehen das Wesen z» s

stiger Darstellung nicht, und achten den Buchstaben mehr als t: ^

Geist, das, was durch Reflexion, Fleiß und Übung erworben e

den kann, höher, als die Freiheit und Fülle des unsterblichen^ tz

nius. Gegen sie hält Jean Paul in seiner Vorschule der-M»unter dem Namen der Stylistiker (man kann sie auch '

ker nennen) eine kräftige und gerechte Strafpredigt. '

spricht übrigens Schillers Epigramm (überschrieben Correle <heit) die hier vorgetragenen Gedanken über den Werth defiiMaus: ,, Frei von Tadel zu seyn, (nämlich in Beziehung am I etechnischen Erfodernisse der Darstellung) ist der niedrigste Grad,",der höchste; denn nur die Ohnmacht führt oder die «r«dazu." Das Studium der Correctheit ist aber vorzüglich denn-gen Künstlern zu empfehlen, bei welchen, unter den zur »«! ' ,

lung erfoderlichcn Kräften, das Gefühl, von welchem s" ,

fortgerissen werden, über die Anschauung herrscht, u >w .

Klarheit unterdrückt, woraus auch leicht der Mysticismus > "Kunst, und jene unerfreuliche Schwärmerei entspringt, off "matte, unkraftige Gestalten erzeugt, und sich im Nebelhaftfällt. Wer wahrhafte Begeisterung und Ehrfurcht für st""hegt, der wird auch seinen Werken die strenge, jedoch incht k ... ,

liche Sorgfalt widmen, mit welcher die größte» L>wn ,

Mahler ihre Werke ausarbeiteten, und nicht jede Nachwwd ^mit dem Ehrentitel der angenehmen belegen wollen; ober 'gehört selbst der Tact des ausgebildeten Genius dazu, oaMaß in Aufsuchung und Verbesserung (Corrigirung) 0" » ^zu halten, und es laßt sich nicht vorschreiben, wenn un ° ^

Feile aufhören soll, sondern nur im Allgemeinen sogen, ?prüfende Reflexion nicht die Frische des Geisteswcrts " "

freien Organismus verletzen darf. Damit wollen wirbehaupten, daß die Correctheit des Künstlers oder des K"'i ^erst aus dem Corrigiren entspringe, denn nur rn .deutenden Punkten wird eine Verbesserung deS m seine ^schon ausgearbeiteten Werkes möglich seyn.