Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
617
JPEG-Download
 

Dacier (Anne Le Fevre) 617

viur unter dein berühmten Lannegny Le Fevre r'abur),

kk Reffen Tochter ebenfalls mit Eifer und Geschmack die alten Spra--a chen trieb. Nach treffen Tode 1672 ging er, um sein Glück zu

rr machen, nach Paris. Der Herzog von Montanster, dem seine Ge-

ile l-hrsamkeit bekannt wurde, ertheilte ihm hier den Auftrag, denM> kompejus Irsnis zum Gebrauch des Dauphins (in IIS,INI Def-

aü, I>bini) zu erläutern. Gleiche Neigung zu den Wissenschaften

B knüpfte zwischen ihm und Anne Le Fevre im I. i6zz das Band

ch der Ehe, und zwei Jahre darauf gingen beide zur katholischen Re-

ligion über. Sie setzten darauf ihre gelehrten Arbeiten in Parisdu rühmlich fort und erhielten durch ihre hohen Gönner, den genau,

W ten Herzog Und den Bischof von Meaux, von, König ansehnliche

ß Pensionen, welche späterhin vermehrt wurden. Die Akademie der

Inschriften nahm ihn hierauf im Jahr rüyZ und die französischeAkademie am Ende desselben Jahres zum Mitgliede auf. Letztere,»j, erwählte ihn in der Folge zu ihrem beständigen Sccretär. AuchK ward ihm dir Aufsicht über da« Cabinct im Louvre anvertraut,si Er starb den ixtcn September 1722. Dacier hat viele überse-M düngen griechischer und lateinischer Autoren geliefert, welche je-hn> doch nicht eben geeignet waren, dem Alterthume Freunde zu ge««innen. Am bekanntesten ist seine Übersetzung des Horazrallein die schönsten Blüthen des römischen Dichters verwelken inIch der Hand des französischen Übersetzers, und in dem beigefügten

k Commentar trifft man auf verschiedene so bizarre Entscheidungen

W und sonderbare Auslegungen, daß Boileau sie spöttisch DacierSOffenbarungen nannte. Die Vorliebe, welche Dacier für die Al-iru ten hatte, ließ ihn eine große Übereinstimmung zwischen der Weis-,'i brit derselben und der Moral des Evangeliums, zwischen desgL kehre des Plato und der ersten Kirchenväter finden, allein um

,x> diese zu beweisen, trägt er kein Bedenken, sich manche Nmändc-

b kung zu erlauben. Außer der genannten Ausgabe des pomxejris

ist I esms und Veriins I lucciis und der Oeuvres «I'Horaee en la-

liic ,!N er krsn^ois nebst den nciuveanx ecsaircisscwiens sur les

Is ü'Hoi^ce Und der nonveile Prailnolioii ü'Ikorace Mit

kritischen Anmerkungen sind bekannt: seine Übersetzung des Marc

des sophocleischcn ÖdipuS und der Elektra, derdes Hjpporrates, und mehrerer Dialogen des P.iton, -"ls mit faden Anmerkungen, ziemlich oberflächlich un-jjx übersitzt ^ die französische Sprache möglichst trer.

Le Fevre), die Gattin des Vorhergehender^5i zu Saumnr geboren. Ihr gelehrter Batcr un^ st« und bildete ihr Talent. Sie begab sich nach ihres?>-> ein- v,.? , Paris, wo ihre Gelehrsamkeit besonders durch

damn,;-.§. « des Kallimachus (1675), welche sie dem Hnctius,urd dlnterhosmeister des Dauphins, dedicirte, bald bekannt,«n Lusaan-N Herzog von Monlansier die Bearbeitung mehrerer

« traaen °"en Autoren zum Gebrauch des Dauphins ausge.

sie ^ m,e Zuerst bearbeitete sie bei! Alorus, dessen Ausgabe>b ffin'a lateinischen Schreiben begleitet, der Königin Ehr:

den Grafen zuschickte, in welchem sie sich für die ihr durch

' von Konrgsmark angebotene Gnade, an ihren Hrf zu

«lntonin, des Epictet, der Poetik des AristotelesAnmerkungen, der Lebensbeschreibungen des Plu-des sophocleischcn ÖdipuS und der Elektra, der"tzö"e des HsppocrateS, und mehrerer Dialogen des P.iton, -.«theils mit faden Anmerkungen, ziemlich oberflächlich un.