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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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626 Dänemark

den Sund oder Öresund getrennt. Dänemark hat den Schlüsse,jur Ostsee; denn da die drei Meerenge», welche die Nord - uvi iOstsee verbinden, der Sund, nur an der dänischen Küste für grst !ßere Schisse fahrbar ist, der große und kleine Bell aber ganz in 'dänischen Geb»le find, so müssen die Kauffahrer ailer Rationell,welche dielen Weg passiven, sich dem von Dänemark seit den äl-testen Zeiten behaupteten Siechte unterwerfen, den Sundzoll zu e»l-richcen. Der wirNich« Flächeninhalt des ganzen Königreichs läfl 'sich, da dessen Theil« nicht zusammenhängen, ganz genau nicht be>stimmen. Gewöhnlich nimmt man für das eigentliche Däneinar!850 Luadratmeilen an, für das Herzogthum Holstein 17z, fürIsland und die Faröer Inseln 2g6-;, das Herzogthum Lauenbürzzu 40 Quadrälmeilen. Die Volksmenge des ganzen Königreichsüberhaupt beträgt 1,58o,<xx> Seelen, — eine für die Ausdehnn»;des standes geringe Bevölkerung. Das Clima ist nicht übcr-I!glerch; auf einigen Inseln, selbst im Winter, gemäßigt und gesund,in andern Gegenden aber wegen der häufigen Rebel und Ausdün-stungen weniger gut. Berge gibr es, Jütlaud ausgenommen, iaeiaenlli'chen Dänemark nicht. Island ist -ehr gebirgig; derfHekla,vcn -züoo Fuß Höbe, ist der berühmteste Merz dieser Insel. Gros!Flusse gibt es in Dänemark auch nicht, weil sie nicht weit laust»und bald die See erreichen; die bekanntesten sind die Eider, ke-vensau und Lrave. Der schleswig - holsteinische! Eanal, der ver-mittelst der Eider die Ostste mit der Nordsee verbindet, fängt beiKiel an, und gebt durch den Flemhuder See bis in die Eider beiRendsburg; cr ist fünf Meilen lang, auf dem Grunde 54 undauf der Wasserfläche 100 Fuß breit, Dänemark ist, im Ganze»genommen, sehr fruchtbar und bringt fast alles hervor, was zu«Bedürfniß und zur Bequemlichkeit erfoderr wird. Jüriand ist oe- Igen seiner Fruchtbarkeit berühmt; in den Marschländern Sch.ci- ^wigs und Holsteins ist die Viehzucht vorzüglich, und die Güteder Pferde dieser Prvoiuzeu und des eigentlichen Dänemarks ist be-kannt. Es wird jährlich cinegroße Ouantität Getraide ausgeführt.Der Mangel an Hei; in einigen Theilen des Kelchs wird durchTorf ersetzt, der sich häufig findet. An Metallen bringt Däne-mark »ichrs hervor, als etwas Eisen, welches aus den Mooren ge-graben wird. Die Manufakturen und Fabriken in Dänemark sinderst seil der Hölfre des vorigen Jahrhunderts recht empor gekom-men, und es hat daher die Einfuhr vieler ausländischen Waare»verboten werden können. Tücher, wollene und seidene Zeuge wer-den zum Bedarf hinreichend verfertigt; das dänische Leder ist be- >kannt, es gibt Gewehr- und Porzellanfabrike», und die inlän-dischen Zuckersiedereicn haben den fremden Zucker verdrängt. DitMehrzahl der Einwohner beschäftigt sich mit der Landwirthschan,der sehr bedeutenden und einträglichen Fischerei, oder mit be«Handel zur See. Die dänischen Schiffe besuchen die meisten Hast» ^Europa's, auch verschiedene Häfen der Levante und derschen Küste, und die dänische Regierung hat deßwegen mit be»afrikanischen Raubstaaten Verträge geschloffen. In Asien schien !sie nach Lrcnkebar, Bengalen und Mini, und mit ihren westindi-sche» Besitzungen wird ein starker Verkehr unterhalten. So »ittWaaren aber'auch Dänemark jährlich ausführt, so ist doch bisy»die Einfuhr fremder Waaren »och stärker, und daher der Nachihe ,beim ausivarligen Handel aus der Seit« der Dänen gewesen, De j