Davtla Davouft
Mörder) aus Frankreich verbannt, hat er sich in Brössel Hielt»gelassen, auch ist er bei der neuen Organisation des Institut!im April iZiü davon ausgeschlossen worden.
Davits (Arrigo Caterino), ein berühmter italienisch»Staatsmann und Geschichtschreiber der Italiener, der'Sohn eiluiCypriers von angesehener Familie, geboren 1576, kam durch sein»Vater, der nach Eroberung der Insel durch die Türken 1571, nachVenedig flüchtete, in seiner Kindheit in Verbmoung mit dem freinzösischen Hofe, wurde hier Page, trat dann in französische Mili-tärdienste und zeichnete sich rühmlich aus, kehrte aber auf Berl-ui-gtn seines Vaters 1599 nach Italien zurück, nahm venezianischDienste, stieg von einer Stufe zur andern und bekleidete endlichdie Stell« eines Gouverneurs in Dalmatien, Fciaul und auf d»Insel Candia, und galt in Venedig für den ersten Mann nach dmiDbgen. Er wurde auf einer Reise auf Veranlassung eines unbedm-stenden Streites meuchelmörderisch erschossen (i6Zi). Am meist»'ist er berühmt durch seine merkwürdige Geschichte der!bürgerlichen Kriege in Frankreich, von 1559— Ms(Llorir» äelle Aiioir« civili äi ibranoi». Von. 1600 und mehr-rnals auch in mehrere Sprachen übersetzt), welche durch Verglei-chung auch für die neuesten Zeiten Interesse hat, und neben Wociardini'S und Macchiavelfs Werken einen Platz behauptet. ,Davis (John), Davisstraße. Den erster« Namen fuhr!r) ein berühmter englischer Seefahrer, welcher auf seinen Reis»in dem nördlichen Amerika rggZ die nach ihm benannte Meerenge-(Davisstraße) zwischen Grönland und dem nördlichen Amerika ent-deckte; 2) führt diesen Namen ein geschickter englischer Kritik»und Philolog, durch mehrere Ausgaben der Alten, z. B. des Estm-bekannt; st. nach 1745. , «
-j-Davoust rc.—Weniger ausgezeichnet war die Rolle, die»im Feldzuge 1312 und igiZ spielte. Aber in Sch w edisch-P""'«lern, welches er am Anfange des Feldzugs besetzte, in Wach-sen, wo er die Sprengung der schönen Elbbrücke veranstaltete, »>Hamburg, wohin er nachher mit einem großen Corps vordruGUnd wo er sich eine lange Zeit von allen Seiten eingeschlossen w >fand , nachdem er vorher mehrere fruchtlose Bewe'gungen nach all»Seiten gemacht; ja in ganz Deutschland wird sein Name Mvergeßlich seyn. Er ist nach der endlichen Übergabe HamiEtrotz der Lsseirioires, durch welche er sein Verfahren zu verlhcli»-
gen gesucht hat, von dem Könige Ludwig XVIlk. nicht wiederangestellt worden und privatisirte auf einem Landgute. Nach»»!Rückkehr Napoleon's nach Paris (im März igiZ) wurde er vc»diesem zum Kriegsminister ernannt. Als die Alliicten nach dem Siege
bei Waterloo gegen Paris vorrückten, schloß Davoust ,^ als^ss^u
Mandant en Chef der französischen Armee, am Zten Juli einelitär-Convention ab, nach welcher er dre französische Armee
ter die Loire führte. Er unterwarf sich bald dem Könige Lud-wig XVIII., foderte durch eine Proclamation auch die Armee 0zu auf, und überließ alsdann das Commando dieser Armee, 'noch aus 4g,000 Mann bestand, dem Marschall Macdanald. «
nocy aus 48,000 rucann oepano, «ein L-tUisu,»» .
einigem Aufenthalte in Paris, aus welchem er späterhin m»Verluste seines GehaltS verwiesen wurde, zog Davoust stH .sein Landgut Devigny zurück, verkaufte aber nachher alle
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