Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
652
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6zr Dclos Demctrius

sonst jedes Jahr durch die Wünsche seiner Familie und Freund«geweiht war. Er hat ein Gedicht mit sich genommen, welches eraus Zartgefühl dem Papier nicht anvertrauen wollte. Er besangdarin das Alter und sein nahes Ende, weissagend pries er inwohllautenden Verleit die Täuschungen der Gegenwart und dieWohlthaten der Zukunft. Er wollte seine Gattin nicht bitten,diese Verse aufzuschreiben, um sie nicht zu betrüben, und warteteauf eine Gelegenheit, wo er einer, seiner Freunde darum bittenkonnte, welche sich aber nicht gefunden hat. Sein Tod wardallgemein betrauert und das ihm zu Ehren veranstaltete feierlichekeichenbegängniß war ein sprechender Beweis, in welcher hohenAchtung dieser Sänger, der seit langer Zeit die Zierde der fran-zösischen Literatur gewesen war, unter feinen Landsleuten gestan-den hatte.

j-Delos. Jetzt führt Dclos den Ramen Sedilli, ist unbe-wohnt, und gewährt nur Seeräubern «inen Aufenthalt- Aberprächtige Ruinen sind von »er ehemaligen Herrlichkeit noch vor- iHanden.

j-Delphk. Jetzt hat Delphi den Ramen Castri und ist denTürken unterworfen.

Delüc (I. K.), der berühmte Geologe, lebt z'n Londonund ist IM Zehr l 72 ü in Genf geboren. Er hat sein ganzes Lebenmit geologischen Untersuchungen und Reisen, die vorzüglich bloßseinem Studium gewidmet waren, zugebracht, und diese Wissen- -schaff mit den wichtigsten Entdeckungen bereichert. Indessen Ha-ien seine Theorien und Hypothesen, die er zum Theil mit denheiligen Schriften der Bibel in Übereinstimmung zu bringen ge-sucht hat, auch große und bedeutende Gegner gestmden. Man ha!von ihm zahlreiche, auch züm Theil in« Deutsche übersetzteSchriften.

chDemerary, eine holländische Colonie am schiffbaren FM ^gleiches Namens. Durch den Vertrag vom ryten August I8i4.>st !Demerary sammt Essequebo für immer an Großbritannienabgetreten worden.

Demetrius (Demetrios), vorzüglich der Name mehrererKönige von Macedonken und Syrien, unter welchen besonderswichtig ist: r. Demetrius l., mit dem Beinahmen Poliorceles(der Städteeroberer), König von Macsdonien, Sohn des Antigo-tius. Er führte viele Kriege, besonders mit dem PtolemLus La-guß, mit ungleich.m Erfolg. Er erschien vor Athen mit einer igroßen Flotte, verjagte den Demagogen Demetrius Phale- !reus und gab dem Volke die alte Regierung wieder. Gegen derSeleucns, Caffinder und Lysimachus verlor er die berühmte ^Schlacht bei Jpsus syy vor Chr. Geb. Hierauf flüchtete er sichnach Ephrsus, von da nach Athen. Hier wurde er nicht eingelassen, jEr geht daher nach Corinth, überzieht von hier aus das thrazi- ^sche Gebiet des Lysimachus, überbringt seine Tochter Strato- ^kice als Gattin dem Selcucus nach Asien, nimmt unterwegs Litt'cicn ein, worüber er mit Seleucus zerfällt. Er eroberte zwarWacedonisn 208 vor Chr. Geb. und regierte 7 Jahre; aber duryseinen Despotismus verlor er den Thron wieder. Verlassen vonseinen Soldaten und herumirrend ergibt er sich endlichSchwiegersohn. Dieser hielt ihn in weitem Arrest zu Axameo (augi