Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
657
JPEG-Download
 

DcnkwürLlgkelttl, Dciuunu'tz

657

Vernunft im logischen Sinne). Das Denken, oder das Verbin-den der Vorstellungen in Begriffe, erfolgt nach gewissen, in derVernunft enthaltenen Gesetzen, die wir Denkge setze (logischeGesetze) nennen, von denen die höchsten (oder Grundsätze) in demGrundsätze der Identität (s. d. Art.) oder des Widerspruchs— der Entgegensetzung oder des ausschließenden Dritten (exciusiineäii 8. rerrii iicrer äuo courrsäicrorin) und in dem Principdes (rureichenden) Grundes cdir der Dependenz bestehen und dieVorzüge des Denkens sind hiernach Einheit, Bestimmtheit undsusammenhairg. Die Berstandserkenntniß (togrche Crk.nnrniß)wird, weil sie und ihre Überzeugung erst mittelbar, d. i. durchLrrgleichung und Zusammenhalten der Vorstellungen (Reflexion),welche verbunden werden, entspringt, auch die mittelbare oder dis-cursive (im Gegensatz der unmittelbaren Erkenntniß, welche wirdurch Einbildungskraft und Vernunft erhalten) genannt, Auchwird daher das Denken oft Reflexion (und der Verstand Refle-rionsvermögen) genannt, weil daS Rcstectircn neben dem Abstra-hlen eine Hauptthätigkeit beim Denken ausmacht. Das Denkenist so verschieden, als die geistige Bildung der Menschen überhaupt.Im Allgemeinen gibt es folgende Hauptarten des Denkens, näm-lich das Denken in ->I-itr->e:ro, oder das eigentliche reine, upver-irischle, gemeine und das methodische (logische Denken), d. h.das nach den logischen Gesetzen geordnete, planmäßige Denken,zu weichem die Logik Anleitung giot; ferner das Denken in ak-sn-uno, d. h.- das Denken, welches von den einzelnen Gegenstän-de, welche unter den Begriff gehören, absieht,, (abstrahirt), unddas Allgemeine und Nothwendige derselben in Begriffe faßt'— die-ses nennt man daher auch den wissenschaftlichen Berstan-desgebragch, weil es die Wissenschaft a» sich mit dem Nothwendi-pk» und Allgemeinen -zu thun hat — und das Denken in ooncis-td^ d. h. der nur in einzelnen Fällen gemachte Gebrauch der Be-zrisie — dir populäre oder gemeine Verstandesgebrauch, weil manachmstlich, zu erläutern und zu belehren (indem man durch^/'spiele Begaff zum Bewußtseyn bringt) oder unwillkür-"ch bei »«ausgebildetem Verstände also denkt. 1.

Denkwürdigkeiten, Gegenstände der Geschichte, welcheder Erinnerung und Aufbewahrung zu allgemeiner Betrachtung°er Rachwelr vorzüglich werth sind. Au ihnen gehören auch die0 - 8 d. Act.) und interessante Begebenheiten und Züge

aus d°M Leben der Völker und ausgezeichneter Menschen, deren«>,,dc Darstellung (s. Memoires) auch oft mit dem Namen^eiikwurbigkeiten bezeichnet werden. Zu den letzter« gehören schonclassischen Literatur X c n 0 p h 0 n s Denkwürdigkeiten. .ates und Cäsars Commentarien. Nichts verdientz ^^Ekli'ch diesen Namen, was nicht mit dem äußern Leben und^ Schicksalen der Menschheit und der Völker, oder mit dem i n-, si'genthümlichen Geiste oder einer bestimmte» Zeit in einem.g ,!^telbarcn Zusammenhang« steht, daß es dasselbe auf vor-- Weise zu bestimmen oder zu charakterisiren vermag,den, (Schlacht bei) den 6ten Sept. iZlZ. Was

.„„»Erschall Oudinot bei Groß-Beeren (s. d. Art.) nichtsollte Reh vollziehen und Berlin erobern. Dertten Schweden schien-nämlich die Absicht zu haben, den

» ^an Rabenstein aus mit dem russisü)-schwedischen Heere

«"nv. s«». ^»gpl. »s.) 4s