Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
659
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lrn sie 80 Kanonen und 400 Munitionswagen verloren. Die Preu-ßen zählten über 5000 Todte und Verwundete, worunter .44 todteund iZo verwundete Offiziere. Die Ordnung im französischenHeere war völlig aufgelöst. Die Franzosen harren vorzüglich dieSachsen, Würteyiberger und Bayern ins Feuer getrieben. Denersteren schrieb Ncy fälschlich den Verlust der Schlacht zu. ZumHeerführer der Würtemberger sagte der Chef des französischen Ge-neralstabes: „Ihr müßt voran; denn es liegt uns daran, daß ihralle ladt geschlagen werdet, sonst werdet ihr ohnehin bald gegenuns fechten." Die baycrsche Division aber„war .in der Schlacht sozusammengeschmolzen, daß man aus dem Überreste nur eine Bri-gade bilden konnte. Räch diesem Siege ließ der Kronprinz Mt-lenberg durch den General Lhümen, Torgau durch den GeneralWobeser, und Magdeburg durch den General Puttlitz beobachten.Er selbst ging mit dem Heere bei Roßlau über die Elbe, Und ver-einigte sich im Anfange des Oktobers bei Halle mit Blücher.

Denon (Bivant), ein berühmter französischer Archäolog un-serer Zeit und lange Aufseher über alle Kunstsammlungen in Pa-ris. Er ergriff die Gelegenheit, die Denkmale Ägyptens kennenzu lernen, mit Eifer, und begleitete Bonaparte auf seiner Expe-dition nach Ägypten. Hier wurde er in seinen Untersuchungenand Excursen vorzüglich durch den cdcln Kunstfreund, General Be-last, Unterstützt, und benutzte jede Gelegenheit, unter dem Schutzeder Division, welche in die Gegend von Eairo bestimmt war, seineUntersuchungen anzustellen. Die Resultate derselben, die er in sei-nem Prachtwerk« r en Paris 1300 und 1M7 gr.

§ol., welches er Napoleon dedicirte, niedergelegt hat, gehören-u den wenigen bleibenden und erfreulichen Folgen jener Expedition.Nachher begleitete Denon die franz. Heere auch in die erobertenEtädte nach Deutschland, Mit dem Auftrage, die Kunstgegenständedu bestimmen und auszuwählen, welche in die prächtigen, mitubermuthe angelegten Kunstsammlungen nach Paris wandern muß-' tm, und er hat sich überall dieses Auftrags nicht ohne Geschicklich-keik und mit Kunst und Eifer, aber auch oft mit unedler Scho-nungslosigkeit unterzogen. Nach der glorreichen zweiten Einnahmevon Paris (im Jahr 1815) hatte Denon die tiefe Kränkung, allediese köstliche» Kunstschätze an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückge-geben oder von ihnen zurückgenommen zu sehen. Er legte nunauch sein Amt als Director des Museums nieder, und Quattemere«e Quincy erhielt dasselbe an seiner Statt.

. *Dep loyireri, entwickeln, ausbreiten, heißt in der Termino-logie der Elementariaktik die Bewegung, wenn die Züge einer ge-iHlvssenen Solenne, welche sich wegen des mangelnden Zwischen-wums nicht durch schräges Herausziehen in Linie fsrmiren können,zuvörderst durch den Marsch auf Linien, die mit dem zu errei-?En Alignement parallel laufen, dem ihnen in der Froiitalsiel-«mg bestimmten Platze nähern und dann durch rechts- oder links-7 , <1^ denselben rücken. Indeß wird dieser Begriff nicht überallw streng festgehalten, und man nennt wohl aüch — wenn wir nichtven, der französischen Armee — Entwickelungen geöffneter Co--mnen, welche durch schräges Herausziehen der Züge erfolge»,/Moments, — Das Deployiren wirb zur Bildung einer lan-» ngeuerlinie und daher oft nach gelungenen Bajolinet-Attaquen," l> aber un Stnrmschkltt angewendet; da die schnelle Bildung

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