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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Deutsche Literatur

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sung ein« fester« Gestalt gab, und in dieser läg selbst wiederum ei«Grund der deutschen Cultur. In den verschiedene», beson-ders protestantischen, Territorien wurde durch Fürsten, die in derSorge für Cultur und literarische Bildung wetteiferten, ein freieresStudium und eine'Denk- und Preßfreihekt begünstigt, welche wiri» diesem Grade fast bei keiner andern Nationfinden; keine Haupt-stadt erhob sich zum Tribunal der Natisnalbildung. Vorrüglichfand die Geistesfreiheit in dem aufblühenden preußischen Staat«Schutz und Begünstigung. Man begann über einzelne Wissenschaf-ten, z. B. Geschichte, Rechtswissenschaft, zu philosephiren, und-dicse zeigte bald einen vortheilhaften Einfluß auf die Bearbeitungder Geschichte und ihre Hükfswissenschaften, so wie auf die Bear-beitung des Staats-und Privatrechts. Hermann Couring,Eam. Pufendorf sind große Namen, welche hicher gehören,so wie Otto Guerike an der Spitze der deutschen Physiker glänzt.3 » der Theologie herrscht« der krasseste Dogmatismus, gegen wel-chen der Pietismus eines Spener und anderer frommen Männerron wohlthätiger Wirkung war. Ein Haupthinderniß der deut-schen Literatur blieb immer dieses, daß auch in diesem Zeitraumedie deutsche Prosa kein« Selbstständigkeit erhielt. Zwar empfandman schon das Bedürfniß einer deutschen Sprachlehre, und Viele,wozu vorzüglich der gelehrte Joh. Dan. Morhof (starb iücu) ge-hört, waren es zu heben bemüht, auch wurde die deutsche Sprachestit Chr. LhomasiuS zu wissenschaftlichen Vortrügen gebraucht.Mein immer blieb die deutsche Sprache mit fremden, vorzüglichldteüuschen und französischen Wörtern geschmacklos vermischt Jamit dem Wachsthum des politischen Einflußes von Frankreich wuchsauch diese Sprachvermengung und die Rachahmungssucht in der deut-schen Literatur- Ja der größte Genius, welcher damals unter de«Deutschen auftrat, Leibnitz (164Ü —1716), wollte seine originelle^Ideen lieber in der französischen als in seiner Muttersprache mit-theilen. Von Wichtigkeit waren daher die Bemühungen Chri-stians von Wolf, welcher dieselben auch in deutscher Spracheund ihr durch diesen philosophischen Gebrauch eine systemaii-ichr Bestimmtheit mitzutheilen bemüht war. Diese Philosophiewurde von zahllosen Anhängern ^ bearbeitet, von andern, z. B.«rusius geprüft, und so das Denken und Schreiben in deutscherSprache ungemein gefördert. Von hier aus verbreitete sich Auf-(die wissenschaftliche deutsche Literatur) und systematisches,,„Wb«n in all« Wissenschaften. Die Philologie, Jurisprudenz.7"Mchte wurden systematischer behandelt. Die vermittelst^ gestiftete Akademie der Wissenschaften zu Berlin bewickleii?^Eckung«n in den mathematischen und Naturwissenschaf-.. "krall gründeten sich literarische Gesellschaften und Vereine,6?^ne Zeit von Deutschland bis auf den siebcnsährigena.e,'ü'^te den Buchhandel und die kritischen Institute bisdmck >r-Die systematische Ausartung wurde aber gar baldDeme!o .für schöne Literatur verdrängt, durch welche die

rer «och fehlte, Neinheit und Geschmack in ih,

nachholen zu wollen schienen. Hlezü wirktescked der Stifter der Ästhetik, und Gott-

fran,di>c»-»m^' der Sprachreiuiger, der aber den süßliche»Prosaund die genieloS zahme Poesie und^ »sä 'Miuszchren str-bke. Glücklich scheitete seiner Schule (die