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Deutsche Literatur
Studium (seit dem r/ten Juhchunbert) wMer in Verfall, mit«ine scholastische Polemik und polemische Theologie nahm di!Dberhand, mit welcher dir Th'eosophi« und Mystik in einen wohl-rhäkrgen Gegensatz trat. Früher halte Melanchthon durch sei«!brauchbaren philosophischen Lehrbücher die barbarische Schulphüs-sophie zu ersetzen gemcht. Jetzt aber kam fle durch das Aufsehe»,welches Peter Ramus erregte, wieder in Aufnahme. Die Mysti-ker aber schloffen sich theils an die Cabbala auf welche der treffli-che Reuchlin bei seiner Bearbeitung der hebräischen Literatur ge-leitet wurde, theils an die Chemie und Astronomie, welche damalifast nur Alchymie und Astrologie waren, an; an ihrer Spitze duberühmten ParacelsuS, Val. Weigel, Jac. Böhme u. A. In duNaturwissenschaften thaten sich die Deutschen seit dem tüten Jahr-hundert hervor. Hier sind unter den ersten der groß« MetallurgGeorg Xgricola aus Meißen und Konra Geßner (seit 1542), irrBarer der Naturgeschichte, zu nennen. Die Chemie brachte d>: ^genannte Theophrastus ParcelsuS (seit 1526) in eine bessere ^Form und wandte sie glücklich auf Akedicin an, erfand mehrn«chemische Arzneien, die Mercurialpräparate und Opiate. Auch ge-wann die Heilkunst einige Fortschritte, so wie auch die Mathema-tik und Mechanik. Dürer schrieb sog , ein mathematisches Werk(über die Perspektive) in deutscher Sprache. In der Astronomieragten schon Nie. Sopernicus und Tycho de Brahe, später Keplerhervor. Die Jurisprudenz wurde nur in der Methode, das ri-'römische Recht vorzutragen, verändert, und mit dem protestanti-schen Kirchenrecht vermehrt. Übrigens wurde der Anfang eineideutschen Staattrechts durch Bearbeitung mehrerer Reichsgesctze seitdem röten Jahrhundert gemacht. Das Civilrecht fing mit meh-reren Gesetzen an, auf welche die peinliche HalsgerichtsordnnngCarls V. (Carolina genannt) folgte. Die Geschichte wurde wem- ^ger gebildet. Nur Canons deutsch geschriebene Chronik (1582)regte ein allgemeines Jnterreffe an dieser Wissenschaft, und «nr«sogar in verschiedene Sprachen übersetzt. Roch größere?. Sleida»«in lateinischer Sprache geschriebene Universalhistorke- Mehr wurdedie Specialgeschichte cultivirt. In der Mitte des röten Jahrhumderts sing man nicht nur an, die Chroniken und Urkunden bnMittelalters zu sammeln, sondern auch die ausländische Geschlch»zu rultiviren, und die magdeburgi'schcn Centuriakoren schriebt» muFleiß und Genauigkeit. Die Licerargefchichtc begann mit Ko»r«nGeßner; und schon im Jahr 1564 erschien ein BüchervcrzeiqMvon der frankfurter Buchhändlermesse. Auch zwischen den Geiehr-ten selbst waren genauere Verbindungen eingetreten durch gelM' eGesellschaften und Correlponbenz. 41 . Der dreißigiahrkge olris .drohte alle Cultur in Deutschland zu vernichtcn; indeß wurde mser abwechselnd in verschiedenen Gegenden Deutschlands gesuy -und es blieb daher den Gelehrten, obgleich sehr bedruckt, ofmunterbrochen und ohne alle öffentliche Unterstützung, doch °>e -
lichkeit, in die tiefste Einsamkeit zurückgezogen in der Ltter»ihren Trost zu suchen. Ja die Bearbeitung der deutschen VPund Poesie erreichte sogar während desselben durcb dieschlefischen Dichter. Mart. Opitz (1587-^M), Mwm'Ng,hcrlin und durch die Stiftung mehrerer deuticken G,
neu neuen Flor. Höchst wohlthätig wirkte aufdas erschöpft-. iland der westpMsche Friede (rögs), welcher der deutschen -b»,