Deutsche Musik
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r Heils zu hoffen ist, »aß ein kräftiger Handel«, zu welchem arge»,wärtig das deutsche Volk Lurch die Revolution der Zeit genöthigtworden ist, das Wissen desselben kräftigen, dir Speculationen des-selben lebendig anwendbar machen, die Religien wiederum erhebenund stärken, und die gegenwärtig erschöpfte Literatur mit frischerKraft durchdringen werde. Wir verweisen übrigens die Leser die-ser Übersicht auf das interessante Werk der Frau von Sta«l überDeutschland, 1 '-
Deutsche Musik. Von jeher äußerten die Deutschen groß«Fähigkeit und Neigung zum Gesang. Wie wild und roh auch ihr«megeyischen Gesänge seyn mochten, so fand sie doch TacituS werth,als etwas Eigenthümliches an ihnen angeführt zu werden. Auchbei ihrem Götzendienste scheinen sie sich blasender Instrumente be-dient zu haben. Mit der Annahme der christlichen Religion ver-mehrte sich ihre Neigung zur Tonkunst ; der lateinische Gesangwurde bei ihrem Gottesdienste eingeführt, und sie waren b«ld we-gen ihre« Gesqnges, und ihrer Geschicklichkeit im Spiel dsh Blas«,tnstriimeate (besonders der Zinsen, Posaunen, Waldhörner undTrompeten) unter hen Christen berühmt. Gesang und Unterrichtim Gebrauch dieser Instrumente gehörte zu dein Schulunterrichtein dem Mittelalter, und wurde in den Klöstern getrieben. Johann,Mönch -on Fulda, Schüler des Rhabanus, soll den harmonischenGesang in Deutschland verbessert haben. Die Erfindung der No-ten, deren Stelle früher die mangelhafte Lablisätur vertrat, unddie Solmisation wurde von Bischöfen eingeführt. Gest dieserErfindung schritt die Musik rasch vorwärts. Frank« von Cöln er-fand in der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts da« musikali-sche Zeitmaß, und wurde Stifter der Mensuralmusik. Seit demzwölften Jahrhundert wurde die Musik durch die Minnesänger«nd späterhin durch die M-istersänger ausgeübt, Im i.ften und! 5 ten Jahrhundert wurde die Harmonie (hcsoudertz in Frankreich«nd England) gründlich ausgebildet, wozu die Erfindung der Or.gelnundihreEinführungbtzim Gottesdiensteviel beitrug. Doch sinke»w>r auch in dem raten Jahrhundert fleißige und berühmte Contta-punctisten unter den Deutschen, z. B. Jacob Ybrecht. Johann«onadjes gc. An den Domkirchen würd?« Cantorei«» und MehrereSmgschulen errichtet. Die Einführung her Mguxalmusik zog auch«nr Verbesserung und größere Verbreitung der musikalischen In-strument« nach sich, z. B. d«r Orgel. Um ^470 erfand Bernhard,«n deutscher Künstler, das Pedal,lavier. Die Verbreitung herDunste wurde nun auch durch die Buchdruckerkunst befördert,stellte den einfachen Kirchengesautz "wieder her, erwarb sichgroß« Verdienste um den einstimmigen Ehoralgesang, und be->» ,.?^e die Mustkanstalten ist den Städten, besonders auf Schu»Stadtzinkonisten und das Thurmdlasen kamen auf). Durch'Mge Volkslieder haben sich sehr gemüthliche Mesodien auß dieser»er Zeit der Meistersänger erhalten. Auch scheint dze Entste.deutschen Tanzes (des Schleifers), welcher den Charakter^ "rutschen Lustigkeit trägt, in dirs«, oder vielleicht schon in frü-äufallsn. Vordem dreißigjährigen Kriege wurde die Musikv»« « kaiserlichen Hofe zu Wien, von den Churfürsten
den Bischöfen begünstigt. Die hatten Chöreund Jnstrumenisisten zu geistlichem und weltlichemGebrauch. Der Churfürst von Bayern hatt« den berühmten Ro«