Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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b8o Deutsche Musik I

landus Lassus (Orlando Lasso) zum Capellmeister. Werkn -sZsjaynge Krieg zerstörte viele herrliche Keime dreier Kunst. Zeßt nwurde vorzüglich der eigentliche deutsche 'Marsch, weichnden gemessenen, aber kräftigen. Gang der Deutschen mit erhebe» dder Feiörlichleit bezeichnet, ausgebildet. Schnell lebte die Tonkunst enach dem dreißigjährigen Kriege wieder auf, besonders an d» nHose des Kaisers Maximilian und seiner Nachfolger, Hier bi.M asich, vorzüglich durch Instrumentalmusik, seit dem igten Jahrhw thert der Kammer? und Coneerrstyl, obgleich der Kirchenstyl n«st rdie Oberhand behielt. Carl -VI. hatt« das größte bekannte Orche- ssicr, Fuchs und Caldara waren seine Capellmeister.- M si

deutsche Musik trat hier zuerst in ihrer Eigenthümlichkeit aus d

Gründlichkeit ohne Pedanterei, sagt Schubert (in seiner Ästhllil, kder Tonkunst), immer lachendes Colvrit, großes Verständniß der LBlasinstrumente sind der Charakter, der sich hier bildenden wieiuk i^rbulo. Noch höher stieg die Musik unter Maria Theresia / dem ü

musikalischer' Lehrmeister Wagenfeil war. Und so wurde namentlich ^

in Österreich die glänzende Periode der deutschen Tonkunst vorlu- h

reitet, welche Mozart und Haydn herbeiführten. In Sachs» 8

blühte ebenfalls schon früh der Gelang; die Italiener nannten j« I

tun Deutschen Sassone. Zu Dresden bildete sich unter denKK. snigen von Polen ei» eigener Styl und eine treffliche Capell« rHaffe,. Sebastian Back), Händel, Homiliirs, Hiller,, Rauinw», ß

Schwn'tzer, Benda, Wolf und andere machten den sächsischen N' «

men in der Tonkunst groß. Die Schule der Tonkünstler in Be« "

l-rn wurde vorzüglich durch Friedrich den Großen gestiftet. Gnu» °

(ein Sachse) wurde sein Capellmeister. Große Jnstrumentisten, >»ü -

Quanz, Friedrichs Lehrer auf der Flöte, Franz Benda, hoben di!Concert? und Kammermusik. Luch gingen aus dieser Schule gr«st< §Theoretiker, avie Macpurg und Kirnbergcr, hervor. Hier M ^

auch Schulz, der treffliche Licdepcomponist. Ihnen folgten«», t

Rkichardt.Skighini, Himmel, Weber, Zeltern»'welche zum Theil noch jetzt Zierden der deutschen Tonkunst sind >Auch in-Bayern und an den übrigen deutschen Höfen, z. »-Wraunschweig, und» in- den. blühenden Handelsstädten wurde über» idie Tonkunst geliebt und beschützt; Tonsctzer, wie Vogler, W>»>! ,

tcr, Romberg - gehöre» zu hen ersten in Deutschland. Durch ss» jLhearerstyk wurde die Musik zu dem höchsten Gipfel erhoben. Se«'' !

dem aber der Thcatsxstyl und' die« Cancertmusik sich ausbildm, swurde der Ki'vchenstyl .immer galanter- und mit dem LheattrM s

vermischt; umn sah sich daher neuerdings genöthigt, zu den all» ^

Kirchenstückrn zurückzukehren. Die deutsche Mlifik scheint «» , ,

Ende des, röten Jahrhunderts ihre -Blüthe erreicht zuhaben, K«»' j ^Nation-kann dieser Musik .etwas Gleiches an die Seite M»-- ^

Ihre Liefe der Harmonie, Reichthum der' Instrumentation, «

Fülle tker Melodie-setzten- Italiener- und Franzosen in Staute' ^ ^

Unter den Jnstrumentisten aber stellten die -Deutschen ihre gw«r . ;

Meister auf,-z. B. Beethoven, Duffeck, -TZölfl, Maria vom«« ^ §

ber, Ebell,, Gpohr, Franzel, Seidel', Wöser, Hermstedt, dr- ai« ! -

berge und viele Andere. In den letzten Jahren artet- der l ^schma <k der Ge b i lde t e r e n in harmoni-'che Überladung, w tz, zden Gesang unterdrückt, Bjzarrerie und Streben noch Önglnuu . ,

vorzüglich seit Besthoven puh Chrrubinj guK; der Ukk'S , y