Deutsche Poesie
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seit
dem Zosährige» Kampfe durch Frankreichs Übergewicht niedersank,sank auch die deutsche Poesie wieder herab. Man strebte die deut-sche Poesie nun durch affectirte Nachahmung der Ausländer auszu-bilden, dies geschah vorzüglich durch Chr. Hoffmann von Hoff-mannswaldau (geb. zu BreSlau, 1618—1679), einen witzigenaber gemüthlosen Dichter, der den Geschmack des Guaxini undNarino in die deutsche Literatur einzuführen suchte. Er ward vonseinen Zeitgenossen angestaunt. Aber jetzt war die Dichtung schonzu einem losen Schmucke, zu einer lügenhaften Maske hrrabge-silnken, sie bestand in einem schwülstigen Bilderborgen und Ha-sch:», um die Unwahrheit des Gemüths zu verbergen, und dirStelle der Empfindung sollte eine unerträgliche, süßliche Empfin-de!^ rertreten. In diesen verkehrten Richtungen ging auch daS-rohe Dichtertaleut eines Dan. Casp. von Lohenstein (1635—1688) unter. Doch kann man ihm Feuer und Originalität inBehandlung seiner Muttersprache bei aller Überladung, Schwulst,rednerischen Antithesensucht und Sophistik nicht absprechen. Hatte«§ zu seiner Zeit in Deutschland eine Bühne gegeben, so wärewahrscheinlich auch sein dramatisches Talent auf einem richtigernWege ausgebildet worden. Sein Roman LrminiuS und Thus-»rlde>, auf patriotische Ideen aufgebaut, vereinigt die seltenste«rast und die kräftigsten Ausartungen eines in fremden Scheinbefangenen Zeitalters. Seine Nachahmer verfielen in Bombast,«chwulst und klägliche Smpfindelei, z. B. Heinrich Anselm vonAtgler (iS6z--- 1697), Verfasser der asiatischen Banise,Warthald Feind u. A. Da» vorzüglichste, war in diesemseitraum die Poesie hervorbrachte, waren noch die geistli-chen Lieber, welche wir mehreren der oben angeführten Dkch-«r verdanken. Diese Gestalt oder Ungestalt der Poesie dauerte°>» gegen di« Mitte des ixten Jahrhunderts. Einige, wie Wer-m«, bekämpften diese Schwulst durch Witz. Statt dieser sehenu»! """eine wässerige und platte Gelegenheitspoesie auftreten," ist nur aus der einseitigen Richtung, welche die Berstan-»,!. der Deutschen m diesem Zeitraume nahm, zu erklären,
Süntü» ^ „"'nein Freih. v. Kanitz (1654 — 1699), Neukirch,sich ^Esser rc, Geschmack finden konnte. Bald ,'edoch zeigteSir ,??notfriedigknde der bisherigen Poesie durch einen mit gro«G 0 t i s^^it lange Zeit hindurch geführten Streit zwischenwelcher nebst seinem zahlreichen Anhange den durchrecett-i» Poesie bewässerten Geschmack und die Lugend der Cvr-kerbi» und den Schweizern Bodmer (der auch spä»
tiua,» unglückliche poetische Versuche mächte), und Brei-biel-r Dpitz und seine Nachfolger lobprieseN. Zwischen
fer d»a m »b folgenden Periode aber, und gleichsam als Vvrläu-r«l lo»k "EbU verdienen genannt zu werden: Joh, ElioS Schi««Haüer durch einige dramatische Versuche, Albrecht von
der ^.^ 777 ), durch seine Oden und Lieder, Hagedorn,
rürchteq A TlNm U 7 IY — 18 -> 3 ), Kleist (1715 - r/R), Chr.tM berÄk,^. ^ durch ferne naiven Fabeln »nd populären Schriftst-n dem?»-»' sein Freund Felix Weiße, wegen seiner er-würbe di-pkretten, Lustspiele und Lieder geachtet. Schonbad das französischer Muster durch die Nachbildung
der Beitt-n ? ^r den Deutsche» verwandteren classischen Wevken (fett 1750) sehr beschränkt. Lessing (1724—1721)