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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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686
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686 Deutsche Poesie

ten find." tzkoe neue Zeit begann, als dir romantische «nschwand, und mit ihr beginnt II) die neuere Poesie, an de

ten Spitze ein achtungSwürdiger Deutscher, Martin Opitz mBoberfeld (geb. zu Bunzlau 15Y7, starb iüZy) mit seiner s»Mnannten schlesischen Dichterschule steht. Die Zeit des Epoi »adahin, und selbst das Nationalepos der Deutschen ziemlich vergissen, seit das öffentliche und daS bürgerliche Leben sich im enMdensten Gegensatze entwickelte; die Wissenschaften, befruchtet dnüdie Literatur d.s Alterthums, fingen an sich auszubilden: st««iwar der Dichter auf lyrische Darstellung fast beschränkt, «sdie Gelehrten deuteten hin auf die Muster des Alt«thums. Die Deutschen fingen nun an, nach classischen Mastesoder solchen, die man dafür hielt, zu dichten, bis diese Nachchjmung auf die Nachahmung der Nachahmer -erabsank, und tiiGallomanie die deutsche Poesie in der ersten Hälfte des iWJahrhunderts in ihrer tiefsten Erniedrigung zeigt. In diese»Zeitabschnitte finden wir mehrere Deutsche, welche in lateiniiASprache dichteten, als deutsche Sänger, ja viele verloren mßihr poetische- Talent an diese, wie ein Jac. Bälde (i6og—M,Dazu kam, daß der Geist des Alterthums noch nicht allseitig g«faßt war, daß die wichtigsten politischen und religiösen Angelegt»Heiken die Aufmerksamkeit von der Poesie oft abwendeten, mdwir können uns erklären, warum die deutsche Poesie und LiliU-tur am Ende dieses Zeitabschnitt» von ihrem hohen Bestreben prückgesunken war. Auch Opitz ahmte die Werke der Alten och(er übersetzte auch zuerst des Sophokles Antigone in deutschese, und bediente sich glücklich der metrischen Formen der südlich»

Poesie), aber sein poetisches Talent war noch reich genug,

durch daS Eigenthümliche die deutsche Poesie zu beleben und zu dareichern. Dagegen können wir ihn nicht von einseitigen morwschen Tendenzen frei sprechen; aber seine religiöse Kraft ist eichbend und stärkend. Seine lyrischen Gedichte sind das Trefflich!»'Zu feinen geistreichsten Nachfolgern, worunter viele religiöse il«-derdichter bekannt sind, gehören A. Tscherning (1611 —

P. Gerhard (1606 — 1676), F. v. Logau (1616—1664)»Gryphius (1616— 1664), Dietrich v. d. Werder (welcherden Ariost und Tasso übersetzte), und sein Freund Jul. «"dZinkgraf (iZyi — idzz). Nicht zu dieser schlesischen Schule Ere» Georg Rudolf Weckherlin (geb. zu Stuttgart etzM' ',Mann von großer poetischer Phantasie; der berühmte P«Flemming (1606— 1640), der durch poetische Kraft undheit Opitz noch hinter sich läßt, und als eine seltene Erscheinung dwZeitraums da fleht; sein Freund Adam Olearius, deraus dem Persischen, übersetzte, der treffliche Simon Dach» >hann Rist (1607—1667), der originelle Gedrg Wl. p a >,dörffer, Stifter des Blumenhirtenordcns. Uverhaupt >>»"'diese Zeit eine Menge poetischer Gesellschaften, z> ^d'S l'ruqbringende, welche 1616 vom Fürsten Ludwig "von Anoau s >

stiftet wurde, die p cg n i h ische Schäfergesellschaft, selche ^zu Nürnberg gestiftet wurde, und noch jetzt dem Namen nae» ^

stirt u. a., deren Daseyn das gemeinschaftliche Streöen n «^

Nt», festen Mittelpunkte in der Poesie und Sprache r ^Loch arteten viele in kleinliche Eorrectheit und Affeckalion au .dem Verlust der politischen Bedeutung Deutschlands, weil?