Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
695
JPEG-Download
 

Deutschlan-

ds

>hri,

hi«

nigi

urb«

wir

ibtt!

ll»d

s»»S

M

kH

d-s

M!

dir

bij

iz»

M

lij-

c i»«>!ttLslgi- ,sj.sich

ich.

!lii-

V.

«ch

» ^di- !

A

cht

M!Itt«!D ^!«>

M ^->»»:is>:lqichLi«

l!i>

lii!

tit

liener und Franzrse». Die politischen Revolutionen der letztensJahre erschütterten das deutsche Theater sehr, das gegenwärtignur auf Wiederholung des alten sich beschränken muß, und die inder letzten Zeit erschienenen meisterhaften Übersetzungen der Spanierund Engländer nicht unbeachtet lassen sollte. Ein wahrer Natio-naltheatcr der Deutschen und mehrere geistvolle Di»rectoren, die dem Geschmack des Pubkicums eine bestimmte Rich-tung gäben» vermissen wir noch. 66.

-sBeu tsch la n d. Im Jahre 1812 unternahm Napoleon seine»abenteuerlichen Aug nach Rußland- und auf seinen Ruf schloffensich die zahlreichen Contingente der Souveraine des Rheinbundesan sein Heer an. Aber nicht mit Lust folgten die Deutschen sei-nen Fahnen. Denn dir Fürsten und die Volker waren da-mals längst zu der Überzeugung gekommen, daß sie nur Organein der Hand des Welttyrannen seyen, um seinen ehrgeizigen Pla-nen zu dienen, und daß unter seinem Joche Recht, Freiheit undWohlstand, die man immer schmerzhafter vermißte, nicht mehr zuhoffen seyen. Indeß folgte man dem Gebote der Nothwendigkeit, undivo,ooo Deutsche fanden ihr Grab in den Schneegefilden von Ruß-land. Die Russen verfolgten ihre Vortheile bes auf die deutscheGränze; Preußen verband sich mit ihnen zur Wiederbefreiung vonEuropa; zugleich schloffen einige Stände des Nordens sich an sie-«n ; Lübeck und Hamburg standen, mit den Waffen in der Hand,gegen ihre Bedrücker auf; in ganz Deutschland waren alle Gemü-ther bewegt, von dem getrosten Glauben, daß nun die Zeit derRettung.gekommen sey. Noch zuversichtlicher war dieser Glaube,als auch Österreich dem Bunde gegen den mit unbeugsamer Berstok«kung auf seinen Ansprüchen bestehenden Tyrannen beitrat. Baldnahmen die Kriegsereigniffe, bei dem einstimmigen Sinne derVerbündeten, und bei dem edeln Enthusiasmus, der ihre Völkerbelebt«, einen für ihre Sache höchst günstigen Charakter an, undnun warf auch Bayern das Joch ab, und verband sich durch de»Vertrag pom 8. Lct. 1313, seine Macht mis der der Verbündetenru vereinigen. Zehn Lage später vernichtete die Schlacht vonLeipzig die französische Herrschaft in Deutschland; durch sie fieldas Gebäude des Rheinbundes in Trümmern; es trat am 2.V«v. auch der König von Wirtemberg und «ach ihm die übrigenEouveraine des Südens der großen Evalition bei; durch das Tres-sen bei H an au (30. Loch) war die fliehende französische Armeeüber den Rhein zurückgeworfen worden. Alles nahm von nunan in Deutschland «ine neue Gestalt an. Einige Festungen ausge-nommen, war allenthalben die französische Macht vernichtet. E»«°b kein Königreich Westphalen, kein Großherzoathum Berg mehr.Aer König von. Sachsen büßte in preußischer Gefangenschaft diew.Ä^ichkeit, mit der er Napoleon bis auf den Augenblick derEntscheidung ergehen geblieben war. Überall kamen die durch fran-Msche Gewalt vertriebenen Fürsten in die Länder zurück, mitund Herzlichkeit empfangen von ihren Unterthanen. Inganz Deutschland wurden unermeßliche Rüstungen zur Behauptung«er wieder erlangten Freiheit betrieben, und mit Freuden und.griff alles zu den Waffen, um für die von ftdermänmglich«w heuig erkannte Sache- zu streiten. Nie war vielleicht seit de»öeiten der Kreuzzüge die gesammte deutsche Nation so mächtig von'»m begeisternden Idee «grifft», alß in diesen Tsgen; mc sah