Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
707
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Doynr 70?

der Behandlung der Juden zusammen, ohne daß sieden Berfasserauf die Idee seines Buches gebracht halten. 178z erschien hinzweiter Theil, In seinem geschäftsvollen Wirkungskreise besaß,Dohni fortwährend das Vertrauen Herzbergs, auch d r große Kö-nig zeichnete ihn aus, indem er ihm im Jahre i^sz den Charaktereines geheimen Raths ertheilte, und ihn im Juli 1786 zum tle-»e'schen Directorialgesandten im westpbälischen Kreise und zum be-dollmächtigten Minister an dem churcölnschen Hose ernannte. Kurzvorher hatte Dohm einen sehr vortheilh,alten und seiltet eigenenNeigung zum literarischen Leben ganz enlsvrechenden Ruf nachMarburg, auf Herzbergs Verlangen, abgelehnt. Er NübM denGesandtschaftsposten ungern an. Die neue Lage war anfangs sei-ner Gesundheit günstig; aber bald wurden die Geschäfte zu über-häuft; besonders machten seine Lage nach Friedrichs Tode UndHerzbergs Abgang aus dem Ministerium, die aachner und nochmehr die lütticher Commission höchst unangenebm. Das'Reichs-rammergericht hatte dem Kriegsdirectorium vie Beilegung der Un-ruhen in der Reichsstadt Aachen und die Reform der Verfassungderselben aufgetragen. Dohm entwarf daher eine verbesserte Con-stitution; aber in dem Augenblicke der Einführung (1792) wurdeAachen durch die französischen Waffen vom deutschen Reiche getrennt.Einen ähnlichen Aufttag hatte der Aufstand eines Theils des lüt-ticher Volks gegen seinen Fürstbischof (178Y) veranlaßt. Aber derPreußische Hof zerfiel über dessen Vollziehung 'mit den beiden an-«r» krcisausschreibenden Fürsten, und. zuletzt Mit dem ganzenRuche. In Lüttich entstand ein bürgerlicher Krieg, den nur Östewreichi bewaffneter Zutritt zu Gunsten des Fürstbischofs endigteU 7 P). Des Herrn von Dohm (Friedrich Wilhelm II. hatte ihnbett» Antritt seiner Regierung in den Adelstand erhoben) Bemä-hdbgen, das Beste des Lande- durch eine die Rechte des FürstenMb der Stände wohl vereinende Verfassung zu begründen, 'sowie des preußischen Hofes Benehmen, wurden erst in der Folgtv»tt Gerechtigkeit beurtheilt. Das Vordringen des, Reichsfeindesvereitelte auch hier alles Gute, was bezielt war. Übrigens hatteHotzm auf seinem Posten Gelegenheit, dir Ereignisse der Re-Powtwn in Hostand, zu Gunsten des Prinzen von Oranien 1787»den Gang der Unruhen in den österreichischen NiederlandenlssNau x>, beobachten. Nach einer im I. 1791 zur Herfiele-Er Gesundheit gemachten Reise in. die Schweiz kehrte er»»I, m Posten zurück. Der Krieg mit Frankreich brach jetzt>.b U7y2), und die Geschäfte wurden durch die Nähe des Kriegs-ol- sehr verwickelt. Der Kreistag, welcher — Nach Mehr^-. 5 " Jabren der erste! — endlich eröffnet war» ging bei der An-des Feindes aus einander. Auch Herr von Dohm mußteberl!^ Eöln flüchten, im Dec. 1702 »nd iM Oet. 1794. Erdaher seine Geschäfte an verschiedene» Örren, zuletzt tw.»ick,»'-.^^ don Halberstadt aus. Außer dem vön den FranzosensMkt- ätzten Theile des westpbälischen Kreises umfaßte sein Ge-s,„!,?d°stkn, letzt auch den niedersüchsischei, Kreis. Als damalsdck dem baseler Frieden, zur Behauptung drS Systems

ichm in»! ^Neutralität, ein Heer aus preußischen, haNnöver-, aUnschweigischen Truppen unter dein Herzoge von„^stellte, wurde ssbm die Direclion des für jenen««ch Hilde-heim i/yä und 1797 berüfenen EöüvtNks der nte-

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