7ir Domingo
Constitutio» gab, durch welche «r zum lebenslänglichen Statthal-ter ernannt, und alle Sklaverei auf ewig abgeschafft wurde. DerKrieg, den Frankreich mit England zur See führte, machtetUnmöglich, Lrrrppen nach St. Domingo zu senden, um die RuheMieder herzustellen. Nachdem aber. am isten Oktober r8m d«Friedenspräliminarien -wischen beiden Nationen zu London unter;zeichnet worden waren, schickte der erste Consul den General ke-clerc mit einer Flott« und 2g,cx» Mann Truppen nach Dominge,der am Ate» Febr. igoa dort ankam. Von diesen Truppen wur-den weit mehrere dutch da? ungewohnte Clima und Krankbeite»,besonders durch das gelbe Fieber, als durch das Schwert der a»der Zahl überlegnen Neger hingerafft Nach 'cinigen Monaten,wahrend welcher zwar nur öcp kleine Krieg, aber mit der größtenVerwüstung geführt ivorddn >var, gelangtes dem General LeclercUnterhandlungen mit den Negern anzuknüpfen. Mißtrauen untEifersucht, die unter den Anführern der Reger' entstanden, undvon den Franzosen unterhalten wurden, bewirkten bald nachhn-daß sich die vdrzüglichsten Anführör, Louffaint Louvertüre, Ießa-lincS und Christoph, den Franzosen unterwarfen. Unter schein-barem Dorwande wurde Loussakirt nach Frankreich abgeführt, u«öfand dort, eines bessern Schicksals würdig, im Gefängniß seine»Tod. Sein Schicksal und das ähnliche Schicksal vieler seiner ll»>Hänger, so wie der Entschluß der französischen Regierung, daß dieSklaverei in den Colonie» nicht aufgehoben und die strengste»Maßregeln gegen die aufrührerischen Neger genommen werden seil-te», reizte die Letzteren aufs neue. Deffalines.und Christoph still-ten sich wieder an ihre Spitze. Die französischen Truppe» »armsehr zusammengeschmolzen, ihr Anführer Letlerc wurde durch Krank-heit weggerafft; sein Nachfolger Rochambeau, der ihn nicht ersetzte,stnd sich so gedrängt, daß er, um aus zwei Übeln das kleinste j»wühlen, am zosten Aov. rgoz sich in Cap Fran<;ais, dem einzige»«och übrigen Platze, an die denselben blokirenden Engländer erge-ben mußte. Kon diesem Augenblicke an war St. Doming» »»>lange Zeit, wo nicht auf immer, für Frankreich verloren. Defff-lineS, ein Tyrann, wie'es deren wenige gab, behauptete nun duOberherrschaft über die Insel, die ihren ursprünglichen Ramm,Hayti, wieder erhielt, und wurde am 8te» Oktober r 8 c >4 »l<ser unter dem Namen Jacob k. ausgerufen, aber zwei Jahre daraus^einer neuen Revolution ermordet. Seitdem steht Domingo »»»"der Herrschaft von drei Regenten, die sich abwechselnd betrug»und mit einander versöhnt haben: Christoph (Henri I-), ""thion und Philipp. Christoph, der mächtigste unter >»-rir», geboren den 6teo Oktober 1767, wurde am 2ien Juni M«ntrr dem Paine» Hvinrich I. als König von Hayti zu Cap He»r(ehemals Cap Fran^aiS) gekrönt. Er hat eine stehende LM»von iZ,c«v Mann und eine kleine Flotte, deren oberster Best», -Haber ein Weißer ist. Er liebt die Pracht und unterhalt ei»mglänzenden Hofstaat. In dem feit einigen Jahren, «n» zE.für das Jahr tffrz erschienene»^ ganz dem französischen Hof-'Staatscalender nachgebildeten ^lrnaneo rovnl sie kk-»)», »r,iTiteldupfer das Reichswappen, einen ans^emem brennenden -p»^stoß aufsteigenden Phönix, mit der Umschrift: je ,en»i?rencki-s,, und zwei Löwen als Schildhalter mit der umfai 1 'Vrou . rvn vacirs er m<ru enev, vorstellt, werden ausge' "