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Draht 7^5
sMnische Netz.ist bekannt, in welchem der Schmiede- und Feu-»b»tt seine Gemahlin Venus, in der Umarmung mit dem Kriegs-list sing. Aber der Drath wurde damals geschmiedet. Kleidungs-stück«, z, B. Panzer, Damen- und Weiberröcke, aus feinem Gold-u»d Silberdraht, und Treffen waren in dem griechischen und rö-mischen Alterthum etwas nicht ungewöhnliches. Dra htschmie-de, die den Draht mit dem Hammer strecken oder verlängern, gablöschen im Anfange.des igten Jahrhunderts in Nürnberg. Dieeigentliche Dratihzicherkunst aber, oder die Kunst, den Draht solang und dünn als möglich, wie auch in beständig gleicher Run-dung und Dicke auszudehnen, soll von einem Nürnberger, NamensRndolph, Zwischen tzöo und 1400 erfunden worden seyn, dessenErfindung durch seinen Sohn, der sich, um seines Vaters Hitzezu entgeh», durch die Flucht rettete, verrathen wurde. Erskrrrmachte nämlich Zichplatten, d. i. gegossene Staylplatten, die ei-nen halben Schuh lang, über einen Zoll breit und mit größer»«der kleinern trichterförmigen Löchern versehen sind, durch welch«die Zainen, d. i. lange, dünne und runde Stänglein von Metall,deriyittelst eines Räderwerks und einer Zange, erst durch die grö-ßer», dann aber durch immer kleinere Löcher hindurch gezogen wer--de». Die schwächere und feinere Arbeit des Gold- uud Silber-drahts wurde wahrscheinlich zuletzt erfunden, die gröbere Arbeit«ar wohl schon vor Rudolph, auch in Augsburg, bekannt. Dergroße Drahtzug, welcher vom Wasser getrieben wird, ist wahr-scheinlich zu Nürnberg schon vor' 1400' erfunden worden. Da-D.rahtzie Herhand werk existirte schon 1376 zu Nürnberg, so«aß man von Gold, Silber, Kupfer und Messing Draht gezogen, nur daßdrr damaligen Fabrikanten den Draht nicht anders als grob undMWp zu ziehen wußten. Ihn geschmeidig und so dünn zu ziehen,«aß «r hätte gesponnen oder zu andern feinen Manufacturarbei«ich angewendet werden können, verstand man damals noch nicht,bis Andreas Schulz 1545 die Kunst deS Gald- und Silberdraht-üehens nach Augsburg, und im Jahr 1570 ein Franzose, Antoipe.Mrnkr, die Kunst des feinen Drahtzkehens zuerst nach Nürnberg«achte und den Drahtzug verbesserte. Indeß hat erst 1392 Fr,M'lsheimer, Held genannt, Bürger zu Nürnberg, den damalsm'Mlien-und Frankreich' allein gefertiaten Gold- und Silber-M vollkommenen Eigenschaft. wie er zum Spinnen undgebraucht werden kann, gearbeitet; er brachte seine Fa-ve ramm dazu aus Frankreich, und erhielt von dem Magistrat zut-, « D kür seine freiern Arbeiten, soät-r (1608) auch vom Kaj-, 'Adolph 11. für die kupferne, versilberte und vergoldete oderDrqhtarbcit ein Privilegium, welches nachher verlängert'vvkde. Auch die Kunst, den Draht zu platten, d. i. Lahn dar-mache», welches gefchiebt, indem der Draht durch zwei ge--Ä«? einander schließende Walzen hindurchgelaffen wird, war^"rnberg bekannt, Dia- Fra-rzosen schreiben die Kunst,ist^vdrath (sein) zu ziehen, ihrem Landsmqpne Richard Ar-me» ^ o»ch in der französischen Sprache denMa-
drases c- hält Herr von Murr die Vergoldung des Sllber-d»,,« ^ im izlen Jahrhundert gemachte französische Erftn-^Ast.^vgland wurde noch um itzbg aller Draht durch bloßev «arbeit verfertigt; die erste Drahtzieherei soll gegen die Mette