Dugazon Duhamel 723
tttim der Hauptgesang in den Stimmen abwechselt, so daß dieMelodie bald in die höhere, bald in die liefere Stimme »erlegtwird, wozu eine gründliche Kenntniß der Harmonie, und insbe-sondere des zweistimmigen Satzes, so wie der Regeln des doppel-ten Kontrapunktes um so unentbehrlicher ist, da bei zwei Stim-men jede falsche Gegeneinayderstellung der Intervallen weit mehrauffällt, als wenn dieselbe durch den Zutritt mehrerer Stimme»-«deckt werden kaun. Der Bertrag des Duetts ist nicht min-der delicat, und setzt voraus, daß sich die Sänger in ihren Ma-xim» genau kennen, sich gegenseitig nach einander richten, damitdie vollkommenste Einheit, welche nur möglich ist, har-monisch versinnlicht werde.
Dugazon, Schauspieler beim Ureälr« krsn<;oia in Parks,dessen Andenken gleich dem von Baron, Previ.lle, Le Kai.nlenze fortleben wird, Prtville, der größte Komiker, den diestanjösische Bühne gekannt hat, glänzte noch in seiner ganzenGlorie, als Dugazon 1772 angenommen wurde, ihn zu dou,dliren (s. Double), Dieser war aber mehr für dass Medrigkomi-sche geeignet, als für das höhere, in welchem Preville einer dergrößten Meister war. Dugazon hatte zugleich viel Talent zumLmprsvisiren, und er gebrauchte und mißbrauchte dasselbe auf derKühne bis zur höchsten Kühnheit und Unverschämtheit. Man hatganze Sammlung seiner Witzworte. Beim Ausbruch der Re-dsliitivn schloß er sich, sehr im Gegensatz mit seinen Camsraden,die fast sämmtlich royalistisch gesinnt waren, deßhalb auch allegesperrt wurden, und auf dem Punkt standen , in Masse guil->«liM zu werden, an die Anarchisten an, ward Santcrre'S«djmaiit, und machte alle tollen Streiche und AusschweifungendAer Zeit mit. Späterhin mußte er beim Publicum sehr dafürd»ß'N, und starb endlich r8oy in einem hohen Alter. Er hat«uch eine Anzahl kleiner Theaterstücke geschrieben, die sich aberamtlich nicht auf hem Repertoir erhalten haben.
Bugher (Caspar), von den Franzose» le Gaspre, auchgenannt, weil er des Nie. Psusstn Schüler und Ver-wandter war. Er war l6iz zu Rom geboron, und seinen land-lHaftlichei, Darstellungen lagen meistens Ansichten von Rom oder^"umliegenden Gegenden zum Grunde, auch wußte er sie sehrEssend und bedeutsam zu staffiren. In dieser Gattung aber wargroß, daß er nebst den gleichzeitigen Salvator Rosa".."lande Gelee (oder Terrain) zu dem Triumvirat der»roßten uns bekannten Landschaftsmahler gerechnet wird. Ergard 167g.
. Duhamel d« Monceau (Henri Louis), Jnspector der Ma-und Mitglied der Akademie, der Wissenschaften zu Paris, gc»iu Pithivicrs in Frankreich 1700, widmete sein ganzes Le-Verbreitung und Vervollkommnung derjenigen Kenntnisse,lqe ayf Ackerbau, Handlung, Seewesen und mehrere Künstehaben. Er machte viele neue Beobachtungen und nützlich«>/"lUlmgen m diesem Kreise, und war einer der ersten, der die°>; ?""Ur in Frankreich zur Wissenschaft erhob. Er machte vieleunk selche Produc^e jedem Clima am angemessensten sind,... ^ bjc beste Art sie zu pflanzen; erfand verschiedene weni-
c,,.j"lk°^e llnd dauerhaftere Werkzeuge, und theilte feine reich->wn Erfahrungen in viel»» Schriften, z. B. über Schiffsbau-