Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
737
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zerdrückten, vergifteten, gemordLtrn, Die größere- Reizbarkeit derWeider, verbunden mit einem, UNverkilgbareN Leiühl.üd^N Schwä-che, macht die Weiber für Eifersucht vorzüglich empfänglich; dochsind es die Mäner aus andern Gründen-eben so sehr',

Eigennutz, da« herrschend« Bestreben, sich keinen Vortheilentgehen zu lassen. Damit ist die Furcht zu verlieren gewöhnlichverbunden. Eigennützig kann eigentlich nur der sinnlicheMensch, d. i. . derjenige fe»n, der blos- nach äußern Dingen strebtund ihnen ejnen vorzügliche» Werth beilegt. Auch Arbeitsamkeitund die Mühe. der Arbeit können einen "eigennützigen Sinn be-gründen, so wie die Furcht oder Ängstlichkeit in Betreff der eige-nen Erhaltung, und der Meng« der Bedürfnisse. Er ist mit Miß-trauen meistens verbunden. Der Politiker glaubt meistens, er seydie Achse, um welche sich alles drehe, aber er verwechselt ihn mkkdem unschuldigen Bestreben, durch Fleiß uud Thätigkeit ohsne. Nach-theil Anderer zu -gewinnen. Mit einer höher» und idkalischenAnsicht der Ding« kan» er nicht bestehen; daher er welliger beidem Gelehrten und Künstler zu finden ist, als bei dem Ge'wekhs»mann. Der Eigennutz sucht seinen Vortheil mit dem Schaden An-derer, er erstickt daher die zarten Regungen der Lieb« und Freund-schaft und verkümmert den freien Lebensgenuß.

Eigenschaft ist ein Merkmal, in so fern es-einer Sache bei-gelegt wird (Charakters Die Eigenschaften sind eigenthüm-lich«, wenn sie einem Gegenstände ausschließend zukommen, Ei-genschaften im engern Sinn oder. g eme-i t> s ch a fr li che. Siegehören zu dem Wesen einer Sache oder nicht — sie sind we-sentliche oder unwesentliche (zufällige) Eigenschaften.Die Abwesenheit der letzter» ändert an dem Wesen einer Sachemchts. Die erstem sind Grundeigenschaften oder consti-tu tiv w esen tlich (ossentisIrL, coiiariturrva ) , wenn sie Be-standtheil« des Wesens sind, und abgeleitete, consehutivc Ei-genichaften — Attribute. Letzterer Unterschied wurde hauptsächlichdurch Locke gemacht. Nach Berkeley sind die Eigenschaftenbloße Ideen; nach Kant bloße Erscheinungen. Der Kauf-mann bezeichnet mit dem Ausdrucke Eigenschaft (Qualität)die (gute oder schlechte) Beschaffenheit det Waara».

Eigensinn, ein Bestehen auf seinem Sinn, vorzüglich aberom hartnäckiges Strehen, seine subjective Meinung«u behaupten, selbst dann, wenn man die GeaengrüNde cin-Der Eigensinnige behauptet oft etwas, uir^ nur etwa«La behaupten, er will nicht das. Ansetzn haben , als gebe er seine«arime auf. Daher ist der Eigensinn der Geschmeidigkeit und,^si*obigkeit des Sinnes entgeg,«gesetzt. Festigkeit des Sinnetder Mensch besitzen, und nicht der ist eigensinnig zu nennen,n--> der Wahrheit der Gegenvorstellungen und Behauptun-

anderer nicht überzeugen kan», dem das Bessere Noch nichtb-inkden» der freie Mensch soll nach seiner ÜberzeugungM-n-!?' die Wahrheit seiner Meinung aufopfern, ist des

in Unwürdig, und die Befangenheit in -seinen Meinungensi Schwache, Beschränktheit des Geistes ober Laune. Der Eigen-oll- H-^uem verzogenen, verzärtelten Kinde, er »erlangt,Nicke ^"-^nschen sollen sich nach ihm richten,- Und da diesibn er sich selbst ölend tinb die Gesellschaft flieht

'»n. Wer das Denken jum Geschäft Mü!bt> der Gelehrte, ' '

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