Eurus Evremont - 795
Eurus (unser Südostwind), Sohn des Typhon, nach derSage.
Eurynome, des Occanus Tochter, Mutter der Hören.
Kurystheus, s. Hercules.
Eusebius, mit dem Beinamen Pamphili, der Bater derchristlichen Kirch en g esch ich te, geb. in Palästina gegen 270Nach Chr. Geb., gest. Z40. Er war der gelehrteste Mann seinerZeit, Presbyter und bann (von Z14) Bischof zu Cäsarea in Palä-stina. Durch ansehnliche Hülfsmittel, selbst vom Kaiser Constantinunterstützt, schrieb er seine griechische Ki r ch e ng e sch i ch t e in10 Büchern von Christo vss Z24 (die beste Ausgabe von Balestus,Paris 165Y, Fol.); dann seine Chronik, welche nur in latei-nischen Übersetzungen und in Bruchstücken erhalten worden ist.Außerdem haben wir von ihm noch 15 Bücher seiner xiaepa-i'Ltio ev-rntz ekr c->, welche, da sie viele Stellen aus Verlor-nen philosophischen Schriften enthält, vorzüglich schätzbar ist, uiidvon den 20 Büchern seiner ck ein 0 r, 5 ri » rici evan^elia»,in welcher er die Borzüge des Christenthums vor dem Judenthumzeigt, 10 nicht ganz vollkommen erhaltene Bücher, endlich auch eineLebensbeschreibung oder vielmehr eine Lobrede auf den Kaiser Con-stantin. Nachrichten von seinem Leben findet man in der genants-ten Ausgabe des Balestus.
Eu'stachi (Bartholomäus), ein berühmter Anatom des r6tenJahrhunderts, welcher den Galen gegen Vesalins eifrig vertheidigte,und viele köstliche anatomische Zeichnungen vcrferrigeii ließ. SeinHauptwerk über die Streitigkeiten der Anatomen vollendete ernicht. Die dazu gehörigen 2y Kupfertafeln wurden 1712 entdecktund mit der Erklärung des Lanasi Avri 1714 herausgegeben, derauch Nachrichten von seinem Leben gegeben hat. Seine os'uscnla-umroinir-l, die wir noch haben, erschienen zuerst 1564, 4. Er hatdie von ihm benannte Eustach« Röhre (r„t>n Lirst-iciiii) , diehinter dem beweglichen Gaumen liegt, entdeckt. Er war zu San-severino geboren, und starb als Professor zu Rom 1570.
Euthanasia, ein sanftes, leichtes, glückliches Sterben.Wieland gab diesen Namen einer seiner Schrillten.
., Eutin, eine kleine Stadt, sonst Residenz des Bischofs vonLuöeck, mit einem evangelischen Collegiatftift. Besonders berühmtist die Stadtschule daselbst, welche drei der berühmtesten Männer,
Eckermann, den trefflichen Joh. Heinr. Boß, der auch alsSchulmann 20 Jahre lang hier segensreich wirkte, und nach ihm sei-ne» Schüler Bredow zu Recroren hatte.
Evremont (sein ganzer Name Charles de S. Denys Sieurde St. Evremont), einer der geistreichsten Schriftsteller, die imAnsänge des isrten Jahrhunderts sich weniger mit den Gegenstan-« ^e/er Spekulativ» und Gelehrsamkeit, als mit der sog-nann-, Philosophie des geselligen Lebens beschäftigten. In der Gesell-schaft zeichnete er sich durchÄSitz und hellen Verstand aus, und bis zuseinem Tode verließ ihn seine Heiterkeit nicht. Er spielte eineglänzende Rolle unter den witzigen, geistreichen Epikuräern jener* halb großen Einfluß auf die französische Philosophies erhielten; büßte aber Unvorsichtigkeiten, die er in Gesellschaften,
> wie ,n seinen Schriften begangen hatte (seine vonvica niLIeeo er-schienen Paris ibyo, 2 Bde. 4., hernach Amsterdam 1706, 5 Bde.
> 12. und 175c,, 12 Bde. is ), mrt der Lsstille, und entging einer
^ e°"«. er. (ewpp,. P-.) 50