Feßler Feuerwerkkunst 797
«rm Erbe behaupten, weil er bei Ludwigs )tlk. Anfällen aufItalien die französische Partei ergriffen hatte. Ihm folgten Sohnund Enkel, Hercules ll. und Alphons H. (st. 1597), mit wel-chem der Mannsstamm der Hauptlinie des Hauses Este erlosch.Dem lctztfrn folgte sein Better aus der Nebenlinie, Cäsar, die-sem entriß aber Clemens VH: Ferrara (1598), das er zum Kir-chenstaate schlug, und so das Lehn einzog. Die Herzoge vonModen» haben ihre Ansprüche darauf nicht wieder geltend machenkönnen. F?rtara war das Vaterland mehrerer großen Dichterund Künstler, und seine Herzoge waren sorgsame Pfleger der Kunstund Wissenschaft. Die Stadt Ferrara am Po, groß, wohlge-baut, mit ansehnliche» breiten Straßen und vielen Palästen ; siehat noch den alten herzoglichen Palast, der die Residenz des Car-dinallegatcn ist; schönet ist der Neue, sogenannte Diamanten-palast. Die Stadt hat gegen 24,000 Einwohner und viele Klö-ster und Kirchen. In der Benedictinerkirche ist das prächtigeGrabmal des Dichters Ariost. Die Universität (gestiftet rgyi)war ehedem sehr berühmt.
ffFeßler (Jgnaz Aurclius). Er ging nun Nach Bölsk imsaratow'schcn Gouvernement, wo er die philanthropischen Ideeneines Collegienraths Slobin realisiren sollte. Er traf sich hierauch mit Carl von Kügelgcn zusammen. Aus diesen Entwürfenwurde aber. nichts rechtes, und Feßler nahm keinen Theil daran,sondern beschäftigte sich mit schriftstellerischen Arbeiten, und ins-besondere mit den Geschichten der Ungern, von denen allch bisMt (1317) schon mehrere Bände in Leipzig bei Wleditsch erschie-nen sind.
^ Fe verdien st, Feuerverehrung, eine Art des ehlernFetischismus (s. d. Art.) ocher reinern Natuddienstes, welche vor-züglich bei den Persern herrschend und ausgebildet war. S. Ge-bern, Perser, Aoroaster, Zendavesta.
Feuerspeiender Berg, s. Vulkane.
Feuersteins, Flintensteine. Diese genug bekannten Steinesind-eigentlich harte Kiesel, die in vorzüglicher Güte und Menge«n den Kreidebcrgen Frankreichs, in der Champagne, der Picar-dre und Betry gefunden werden. Ob man gleich solche auch inGNgland, Deutschland und Dänemark antrifft, so hat doch keinerrn dem Grade die Eigenschaft, sich in keilförmige Gestatten schla-
s? lassen, als der französische. Sie werden übrigens in ih-ren Kreidrlagern in Adern von beträchtlicher Dicke gefunden. ImLinien, Deutschlands werden sie im Handel häufig und oorjäg.ichvon Sonnenbcrg im Coburgischen gezogen, auch von Nürn-
F euer« er kkunst, die Kunst oder Wissenschaft, aus Schieß-puiver und andern Stoffen künstliche und dem Auge woblgesälttge»rennende Figuren zu bilden. Man nennt dies auch Pyrotechtheilt solche In Land - und Wasserieuerwerkkunst» ' Ä kcsterer gehören alle Arten von Raclete», Landpatronen,verrüder, brennende Sonnen, Namen u. s, w.; zu letzterer^ Feuerkugel, Wasserteufel, Igel u. s. w. - Zna?n « -""e sich Stuwer ehemals durch selche Schaustcllun-
der Pyrotechnik sehr aus, und werden solche beiüun?,"^ ^olegenheiten in allen Ländern dem Volk zur Belusti-v g gegeben, Bei den Joanzosen sind insbesondere Feuerwerk«