Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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798 Feuilleton Filz

und Jllumiaatione» an der Tagesordnung, wie wir UNS in Deutsch-land an die glücklichen Jahre von i 8 oü—isrz her, wo wir unian den Gehurts - und Namenstagen des großen Napoleon, bei«eine» Königs von Rom u. s. w. immer gewaltig freuen sollte»und mußten, noch lange erinnern werden. — Verschieden vo»der Lustfeuerwerkerei ist Ernstfeuerwerkerei, die sichMit allen Arten von Geschützpatrouen, Brandkugcln, Batarde»beschäftigt.

t. Feuilleton, die pariser Zeitungen mit Ausnahme des Mo-nteurs haben seit der Revolution die Einrichtung, daß ein buch«ins Linke abgeschnittenes Wlnkelchen dazu bestimmt wird, liter»-reiche, theatralische und nicht politische Notizen mitzutheüe».Liese auch mit kleinerer Schrift gedruckte Abtheilung der paris«Zeitungen nannte man Feuilleton.. In Deutschland ist na-mentlich beim nürnberger Korrespondenten diese Form und Ein-richtung im Äußern nachgeahmt worden.

Fevre (Robert Le), einer der ersten Bilbnißmahler unsernZeit, lebt in Paris, und ist ein Schüler RegyaultS. Er hatzugleich mehrere treffliche historische und andere Compositionm ge-liefert, die mit denen Davids, Guerins, Gerards, zu denerstem der neuern französische» Schule gehören. Sein schönes Bil«die den Amor entwaffnende Venus, hat Desnoynes in Kupfergestochen. Im Salon von 1802 war von ihm eine Eompösitioil ^ausgestellt^ die Callipygen genannt, zwei Jungfrauen,welche ihre geheimsten Reize einem jungen heirathslustigen Man- !.SS, der die schönste Unter ihnen, wählen will, zur Schau ckrinßm, jwelche Ausstellung trotz ihrer Unsittlichkeit von Kennern w«D.ih-rer trefflichen Carnation allgemein bewundert. wurde. Man hat.von ihm mehrere Bildnisse Lvnaparte's, die zu den gelungriiste» !gehören. ' ^

-j-Fichte (Johann Gottlicb). Erwürbe am gysten-Jänul«a 8 i 4 durch das verheerende Ncrvensicber in seinem Ersten Zahlehinweggerafft.

F.ides, die Treue, weihte Numa zur Göttin. Ihre ge-wöhnlichen Symbole und verschlungene Hände sind eine Turteltaube.

Fiebern, gefiedert, i. siedern heißt eigentlich mitFedern versehen; uneigenrlich nennt man 2. in der Betauneinen Moosstengel gefiedert (piuuarao), wenn er an zwei gegen-einander über stehenden Seilen einfache, in einer Fläche liegendÄste pon aleicher Länge hat; doppel-gesiedert (di-ximianul,wenn die Aste desselben wieder eben so regelmäßig wie der Haupt-stevgel getheilt sind; drei fach-grsiederl (rrixllcalc,wcnn die LstcheN der Äste wieder gefiedert sind. Es gibt der Be-stimmungen, über das Gesicdertsexn der Blätter und Äste in derPslanzenlehre noch viele, worüber die Cvmpendien dieserWissenschaft nachzusehen.

Filz heißt überhaupt ein durcheinander gewirrtes, geschlun-genes und festes Gewebe oder zeugartige Masse. — Gewöhnlichwird Filz von einem zu Hüten vorbereiteten Werke der Hut-macher gebraucht, das aus kardätschter Wolle und kardätubtt» jHaaren durch verschiedene Bearbeitung in einander geschlungenund getrieben worden ist. Es werden auch andere Kleidung«'"dürsnisse daraus verfertigt, — Bei den Papiermachcrn wiwFilz ein Stück von wollenem Luche genannt, welches sie über ,