Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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8r 2 Fontana (Felice) ForceMui

Methode angibt, deren er sich bediente, um den großen Obelisk z»transpvrtrr«!!. Diese Methode ist um so mehr als seine Ersin!ui>zanzusehen, da in den Schriften der ältern Baumeister keine Alioleitungcn zu dem in solchen Fällen zu beobachtenden Verfahren filj

findet.

Fontana (Felice), Mathematiker und Physiker am großhu-zoglichen Hofe zu Florenz, geb. 1730 zu «vomarolo unweit Rove-tedo im italienischen Tyrol, ftudirke zuerst auf den Schulen j«.Roveredo und Verona, dann auf den Universitäten zu Padua u»!Bologna, ging alsdann nach Rom, und von da nach Florenz. DnGroßherzog Franz (nachmaliger Kaiser) ernannte ihn zum Professorder Physik auf der Universität zu Pua. Der Großherzog und nech-. malige Kaiser Leopold II. berief ihn nach Florenz als Mathema-tiker mit Beihch ltung seiner Stelle in Pisa, und trug ilmauf, das Naniraliencabiüet einzurickten, das noch jetzt eine vo»den vielen Sehenswürdigkeiten in Florenz ist. Einen wichtigesTheil dieser Sammlung machen die sogenannten anatomischen Prä-parate von. gefärbtem Wachs aus, welche alle innern und äußer»Theile des menschlichen.Körpers in den kleinsten Details und nachallen denkbare» Verschiedenheiten vorstellen,— eine Sammlung, direben so interessant für den bloßen Beschauer, als belehrend für dureigentlichen Forscher, eine große Reihe von Zimmern füllt, wo IstIn der schönsten Ordnung ausgestellt ist. Diese Präparate wurdenunter Fontana's Aussicht und nach feiner Anleitung, von verschie-denen Meistern gefertigt. Kaiser Joseph II. ließ durch ihn eineähnlich« Sammlung für die chirurgische Akademie in Wien vrran»stalten. Auf gleiche Art wurden unter Fontana's Aufsicht eineMenge Pflanzen, Schwämme und andere Gegenstände der Natur«geschickte, die ihre eigenthümlichen Farben mit der Zeit verliere,in gefärbtem Wachs nach der Ratur abgebildet. Fontana ist Ver-fasser mehrerer Schriften über Gegenstände der Physik und Chemie,die auch zum Theil ins Deutsche und Französische übersetzt werde»sind. Auch har er verschiedene Entdeckungen über die Anwendungchcr Gasarten und der Kohlensäure gemacht. Er zeigt sich überaßin seinen Schriften als scharfsinnigen und »«ermüdeten BeobachtenSeine politischen Grundsätze zogen ihm in,den neuesten Zeiten beiden Veränderungen, die seit 1799 im Toscanilchen vorfielen, einige ^Unannehmlichkeiten zu. Ein unglücklicher Fall warf ihn aufs Kra»' Ikenlager, wo er am 9ten Mai 1305 in einem Alter von 7S Zähre» ^starb. Er wurde in der Kirche Santa Eroce neben Galilei u»oVisiani begraben.

Fo rcellin i (Egidius), ein italienischer Gelehrterund beruh»»»

Lexicoaraph, geboren 1633 in einem Dorfe unweit Feltre, >">ehemaligen venetianischcn Gebiet. Die Armuth seiner Altern he»'derte ihn anfangs, eine gelehrte Schule zu besuchen, und er nmschön ziemlich erwachsen, als er auf dem Seminario zu Padua an-fing Lateinisch zu lernen. Sein Lehrer in dieser Sprache, u»bald nachher sein Freund war der bekannte Literator und Prousor zu Padua, Jacob Kacciolati. Forcell-ni machte sehr MeFortschritte in bey alten, sprachen, und Facciolati bediente ß ifeiner Hülfe bei der neuen, von ihm sehr vermehrten Ausgabe vo-Jalepius Lcxecon i» sieben Sprachen, welches zu Padua 17 -

in einem Bande, und 1726 noch vermehrter in 2 Banden crscy 'Beide Freunde faßten nun den Entschluß, er» großes und vcW»