Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
883
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Gastmähler der Alten ?' >

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Mahlzeit waren drei: das Vormahl, wobei man lauter denAppetit reizende Speisen auftrug, das Hauptmahl, welchesaus mehreren und besser zubereiteten Speisen bestand, luld-öerNachtisch mit allerlei Delikatessen. Während des Mahles tru-gen die Gäste weihe Kleider, schmückten sich mit Kränzen, undsalbten sich oft Haupt, Bart und Brust mit duften-'.I: Essenzen.Das Speisezimmer selbst wurde mit Kränzen geschmückt, und dieKosen, die als Sinnbild des Schweigens aber dc.n Tische ausge-hängt waren, haben das noch jetzt übliche Sprichwort, einem et-wa» §ui, rosa (unteis der. Rose) mittheilen, vcran.aßt *)i DerSymposiarch (Lasclfürst), entweder der Wirth selbst, oderein« von ihm ernannte Person, sorgte für alles z»m GastmahlNöthige; der Schmaus-König oder das -tilge führte dieAnfacht. üdei> das Trinken; der Austheiler theilte jedemseine Portion zu, gnd Weinschenken, meist schöne Knaben,reichten die gefüllten Becher dar, an denen gewöhnlich Kunst undPracht wetteiferten, und die auch der Kränze nicht ermangelt'!;.Den Wem trank man mit Wasser gemischt, bi> M'chung aberwar unbestimmt, wayrjch inlich weil mcht alle Werno gleich starkund feurig waren. Das efqcndS biezu bestimmte Mjtch estaß hießKrateü (Mischkrua), aus welchem mir e-n m Schopseruglcinfez-arstiii) in die Becher sxoauls) cinge-chenkc wuroc. Der üp-pige Römer trank aus Erystall, Bllrnst^n, und köstlicher Murrda,einer Art Porzellan, die Pompe us einfuhr:?, aus Lnyr, L-tyll»nd künstlich getriebenem Goloe, mit Edelsteinen dcsent, -ogarmit geschnittene». Gewöhnlich brachte man einen Becher demguten Gort, einen dem errettenden Zeus, einen derHvgiea, und einen dem Mercur, oder wie Andre wollen, den<rstcn dem olympiichrn Zeus, den zweiten den Heroen, ven drit-ten dem errettenden Zeus. Nur die Mäßigen aber begnügten sichmit dieser Zahl der Grazien, andere gingen über die Z»h! derMusen hinaus, denn man trank nicht bloß in die Runde (Ency-uoposic), sondern auch auf das Wohl adwesender Freunde undGeliebten, und dann so viele Becher, als der Name Buchstabenenthielt, ;a man stellte förmliche Trinkkämpfe m-t ausgesetztenPreisen an. Natürlich machte es einen Unterschied, wer sich aufdein Gastmahl befand, denn ein Symposion von jungen Leutenund eins von Philosophen oder Staatsmännern Hütte freilich ser-schiedne Unterhaltung. Außer der Unterhaltung Lurch Gespräche,c>e «it, wie wir aus Plaions und Plutarchs Symposion sehen,sehr ernst und philosophisch war, öfter aber im Scherz und Witzsich umhertrieb, wobei die Räthsel und Errphen (s. Griphi) eineÄ,- spielten, hatte man noch die durch Gesang, und das.-»tonen (s. Stollen) stimmte bald zu heiterer Frcuüe, bald zu er-habenem Ernst. Nach beendigtem Mahl erschienen zur Belusti-gung der Gäste Flötenspieler, Sängerinnen, Tänzerinnen, Ge-uk-Possenreißer aller Art, oder die Gäste trieben selbst al»Aloand Spiele, unter denen der Kottabos sehr- berühmt ist.

Rote, dle V ume der Venus,Gelt öes Schweigens, H.rpokraieS,Erborgen bliesen. Deßb >:b hzngi terd--» lrias-tlsch aas; dar G-st soll sichiprechtne »rrschwetzM miisie.

damit ele Tbetea der N <:«!e Wirth sie als Spinde'- ' k«rlnniru, daß er das hier L-e-

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