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Cavaudan Gavadeaux
Der feierlichen und prächtigen Gastmahlen theilte der Wirth zrletzt noch Geschenke an seine Gäste au-, welche Apophoretohießen. Otter- wurden diese Hu größerer Belustigung durch ein»Lotterie verloos't. »
Gavaudan, der Talina der komischen Oper genannt, Mit-glied de- Theatre Feydeau («der Opsr» xominne) in Pari-, tralzuerst im vormaligen Theater Montanster im Palait-Royal mirungemeinem BcifaU auf, und kam zu Anfang der Revolutionzum Theater Feydeau. Hier gründete er seinen Ruf für immerdurch die meisterhafte Darstellung Letz Bedfort, in der eben er-schienenen Oper les VisiesiitiiiiLv von Picard, Mustk von Dalay-rar. Da- italienisch« Theater suchte ihn für sich zu gewinne»,and er machte daselbst in der Oper ?oi>c« st« I.eon al« Pradell-,welcher Charakter eine Art von Figaro ist, so viel Glück, daß erdem Fache der ersten Liebhaber theilweise entsagte, und sich vor-züglich den sogenannten Charakterrollen widmete. Hier entwi-ckelte er durch treu- und gehaltvolle Darstellung des Charaktere«in in der Oper bisher noch unbekanntes Talent, Und erwarb sichdie Bewunderung aller Kenner, so daß man ihm den Namen deiTalma der komischen Oper beilegte. Seit der Bereinigtbeider komischen Opernbühnen im Theater Feydeau ist Gavauda»in der letzten Zeit der einzige Schauspieler von einer gewis-sen classischen Reputation gewesen. Sein Spiel zeichnete sich vor-züglich noch durch eine seltne Vielseitigkeit au«.
Gaveaup (Pierre), Componist und Theilhaber am Lheoter»er komischen Oper, und Mitglied der französischen Capelle, würd«1764. zu Beziers, Dop. de l'Hi-rault, geboren. Mit seinem sie"Jahre trat er als Chorknabe nebst seinen beiden Brüdern in dieDomkirche dieser Stadt. Sckon damals liebte er die Mustk so lei-denschaftlich, daß er des Rocht« aufstand, um zu studiren, wäh-rend seine Mitschüler schliefen. In weniger als zwei Jahrenkonnte er bereits jedes Musikstück in jedem Schlüssel lesen, undi»einem Alter von zehn Jahren hatte er seine musikalischen Studienbeendigt. Et begann nunmehr lateinisch zu lernen, und Hirteden ersten philosophischen Cursus. Der treffliche Organist undComponist EombeS lehrte ihn die ersten> Elemente der Coinpoß-tion, und leitete seine Hände auf dem Clavier. Er war kaumzwölf Jahr alt, als er seinen Mustklchrer verlor. Glücklich"Weise liebte sein lateinischer Lehrer, der Abt Tindel, leidenschamlich die Musik, und spielte sehr angenehm das Bioloncell. Dies"Hatte aus Italien die Partituren des Seadar rnarer und der Lee-rn» paäroiia von Pergolesi erhalten. Sie führten mit Hülle ei-ne« Basses diese Meisterwerke aus, und wurden so entzückt vo»den zauberischen Schönheiten derselben, daß sie am Ende !"/>Stücks einmal über das andere ausriefen: In die Hölle mit I"dem, der die Musik nicht liebt! Diesen Leiden unsterblichen Wer-ken verdankt drr junge Gaveaux seinen entschiedenen Geschma»für die Csmposilkon. Er beschloß bald darauf, nach Neapel i»«chn, und hier seine musikalischen Studien unter der Leitungberühmten Contrapunktisten Sala zu vollenden, aber Famiuenv-^hältUisse bestimmten ihn «NderS. Nach vielen Unannehmlichkeitging er nach Bordeaux, und wurde als Tenorist bei St. Severmangestellt. Kranz Beck, damaliger Organist dieser Kirche, w-sein Lehret in der ConiposikioN für die ganze Zeit, dir er i» »