Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
896
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Eeßnkr (Z. M.)

izten December 1565 starb. Arzneikund«, Philologie, Literär.»schichte waren d,e Fächer, in betten er arbeitete, und in dem letz,teru brach er durch seine Liblioriiec» nnivsi-i»Ii-,«»taloxud oivninm sciixloruni 10 c u xlsr is,imu,in rribus liiixui«, grase», larinä er flvbrLic, «x-rantiutv er no" vxeankiuin Vor. skresenc. (Mich1545--1548, 2 Bde. Fol.) die Bahn. Die Naturgeschichte atzeterweckt« er gleichsam wieder, nachdem sie seit Jahrhundekt'eir «eischlummert hatte. Überall schöpfte er entweder au« cigenen'BMachtungen oder au« drn Schriften der Alten. AIs BotäNikek-üdst,traf er alle Vor- und Mitlebenden, durchstrich fast alle GegeiMSuropa'S, Um zu sehen und zu sammeln, legte, ungeachtet seih«beschränkten Glucksumstände, einen botanischen Garten vvll seltiniPflanzen an» unterhielt eine» Zeichner und Mahler, und leg« beterste Naturalsencabinet an, Er ist der erste Erfinder der botaiiiischen Metbode, indem er daS Pflanzenreich» nach dem Charakkckdes Samens und der Blume, in Geschlechter, Arten und ClaDordnete. Die Arzneikräfte der Pflanzen vernachlässigte tt sticht/sondern machte Versuche an sich selbst, und düttn an AndtMAußerdem schrieb er über die Heilquellen, über die LrzicklniiWüber die Natur und Verwandtschaft der Sprachen, und etzirstund commentirte mehrere alte Schriftsteller. Bei seinen NtoHund seltenen Verdienste», wegen deren er ein Jahr vor? seiMTode in den Adelstand erhoben wurde, war er ein sehr bischMner Mann, und eben so dienstfertig als lernbegierig. (S. Mksssters berühmte Züricher, B- i, S. 277 — 2yy.) ''

Geßner (Johann Mathias), dieser Humanist von aüSgrzMneten kritischen, grammatischen und historischen Ein sichtest, wurdfgeboren zu Roth im Anspachtschen den yten April i6yl, und stmden Zten August 1761 zu Gökt:'ttg«n. Nachdem er seine Studü«in Jena vollendet hatte, wurde er 1715 Conrector and Biblio-thekar zu Weimar, 1728 Rector des Gymnasiums zu Anstach,17Z0 Rector der Thomasschule zu Leipzig, t7Zq, Professor der Be-redsamkeit an der neu errichteten Universität zu GöttingeN^ M<»erhielt 1756 den Charakter als Hofradh, Die Verbesserung o<°gelehrten Unterrichts und das Studium der alttzst Sprachest betn»er mit eben so viel Einsicht als Eifer, und'wies dit JÜtigkMschriftlich und mündlich an, die Alten nicht bloß um der Spracht,sondern vorzüglich um der Gedanken und Darstellung willen, hdlesen. Durch seine Ausgaben der alten Schriftsteller über dss,Lattbbau, des Quintilian, PliniuS, Elattdian, Horaz und »k-pheus veranlaßte er eine fruchtbarere Erklärungsmethode der alt«»Classtker, und durch seine iwae lineae Isagoxos«rieckitl0iieN1 uiiiversatn bereitete er ein encyclopadlschtStudium der Wiffrüschafken vor. Seine crceronianische und p«'»tonische Chrestomathie haben als nützliche Schulbücher sichEhren behauptet. Ein HäUptverdienst aber um das Studiumrömische» Sprache und Literatur erwarb ct sich durch seine neuAusgaben »es faberschen ThesauriiS, noch mehr aberstiNkN eignen !4 öv>is et sruckicionis rom

n»v ^flesnurus (Leipzig 1747, 4^de>, Fol.),ganzen Sprachschatz der Römer zusammendrängte. (I. D. -»>chaelit sUstnori» iAesusrl GoktiNgeN 176t.)