Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
902
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9vr Gordian Törz

Einfluß. Sie starb zu Parts 1784, und aus ihrem Nachlaß erschitnen die interessanten sVIeinoires äs 6onrEu«5. Loiidir

und Paris, 1786, 8- I

Gordian ist der Name von drei römischen Kaisern. Mai!cus Antoninö Gordianus war Proconsul von Afrika u»bereits über Zr> Jahre alc, als der Senat ihn gegen von d»Soldaten zum Kaiser ernannten, grausamen Maximimis THMzum Kaiser und seinen Sohn zum Mitregenten erwählte (287 »»Chr. Geb.). Bier Monate darauf aber ward er von EapellianiiMartminus Statthalter, geschlagen; der Sohn blieb im Treffen, kWater tödtete sich ielbst. Hierauf erklärte der'Senat die heil«Confuln zu Augustis, und auf Verlangen des Volks Gordi«t>us Pius, des ältern Gordians Enkel, zum Kaiser. Dieseerst 13 Jahre alt, ward anfangs von "unredlichen Menschen v»führt und betrogen. Seit 241 aber lenkte ihn und den GrantlnS chwiegervaterMisitheus mit Klugheit und Uneigcnnützigkeit. Dadieser starb 248- Philippus, der an seine Stelle erwählt w«!wiegelte die Soldaten auf, zwang den Gordian, ihn zum Mit»genten aufzunehmen, und ließ diesen endlich (244)'hinrichten.

Görz, (Freiherr Georg Heinrich v.), Sohn des Domhervund Vicedoms Hundes - Condirectors des Fürstenthnms Halberstllund Ritterhauptmanns der fränkischen Ritterschaft, Philipp Fn>drich. aus der alten Familie derer von Schlitz, genannt »uGörz, stand eigentlich als geheimer Rath und Hofmarschall in duDiensten des Herzogs Christian August von Holstein, gefiel ist»dem König von Schweden Carl Xll. dergestalt, daß er ihn, ei»"Kenner des Finanzwesens, der viele Sprachen gleich gut schn"wie svrack, und mit ausgebreiteten Kenntnissen einen höchst lcbp,ten Geist und unermüdliche Thätigkeit veroand, ganz für sich isgewinnen suchte. In der That waren beide ganz zur wechselieik'gen Anziehung gemacht, denn was Carl an der Spitze seines Heustdas war Görz im Eabinct, unternehmend, kühn, keine Keschscheuend, das Gefährlichste unternehmend, und voller GewaiMheit, in schlimmer Lage sich zu helfen. Zweimal wurde er vertuetet, einmal m Sachsen, wo er aus der Mitte von 6 EavaliN»entfloh, das zweitem«! in Holland, wo er daran arbeitete,land zu Gunsten des Prätendenten in Ausstand zu bringen. 3^setzte man ihn nach wenigen Monaten wieder, in Freiheit. Mdem Unglück, welches Carln in der Schlacht bei Pultawawährend seines seltsamen fünfjährigen Aufenthalts in dcrLürkei^troffen hotte, bor der Minister Görz Alles auf, was zur RetMfür seinen König irgend dienen konnte. Sein Plan war, alledenkbaren Hülfsqucllcn zu öffnen, um durch thätige Fortsetzung m §Krieges ein«n erträglichen Frieden zu erhalten. Wer konnte" .also-in der damaligen Lage tadeln, wenn statt der Münze Mn»r !zeichen gemacht wurden, die zu seiner Zeit redlich wieder eE ^lös t werden sollten? Friede und nicht Krieg war GörzenSdies zeigen auch seine mit Rußland eingeleiteten Unterhandlungwegen des Friedens, die bereits einem glücklichen Ende nahe sf !ren, als Carl durch die neueröffneten Hülfsgucllen und gluckim iHoffnungen mulhiger in Norwegen von neuem einbrach, Bei a" ^Aufwand seiner seltenen Kraft und Thätigkeit und bei dem "chWille« konnte der Ausländer Görz nicht verhindern, daß m«alle großen und kleinen schwedischen Herren mit aller Keast »