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^arischen Kriegen gegen die Türken sich sehr auszeichnete. Bei sei,nein Tode (1612) hinterließ er drei SLHtie, Franz IV. (gest. 1612),Ferdinand IV-, den Cardinal (gest. 1626), und Vincent II.(gest. 1627), die sich einander schnell in der Regierung folgten«und sämmtlich ohne männliche Nachkommen starben. Mit ihnenwar die regierend» Linie ausgestorben. Der nächste Erbe in derAbstammung wäre unstreitig der Herzog von Nev^s, Carl I. vonGonzaga, gewesen; aber im Hinterhalt stand auch der Herzog vonGuastulla, Ferdinand II., mit Ansprüchen auf die ganze Erbschaft«und der Herzog Carl Emanuel von Eavoyen mit Ansprüchen aufMonlferrat. Die Rechte des Hauses von NeverS waren ziemlichklar, denn der. Herzog Ludwig von Revers, Vater von Carl I.,war ein Großvater-Bruder von Herzog Franz II-, und hatte, daer »ach Frankreich ging, auf die Succession nicht Verzicht gethan,Frankreich, Venedig und der Papst unterstützten ihn, denn alledrei wünschten, endlich ein Ende der spanisch - österreichischen Über-macht zu sehen, und dieser Fall konnte entscheiden. Spanien undÖsterreich unterstützten hingegen die grundlose Prätension des Her-zog« von Savoye«, woraus sich der mantuanische Erbfolgekriegentspann, der endlich nach Richelicu's Wunsche beendigt wurde,den» der Kaiser mußte den Herzog Carl von Revers mit Mantuaund Montferrat belehnen. i6zi gelangte er zum ruhigen Besitze»und ihm folgte 1637 sei» Enkel Carl III- (Carl II, war lüzrbereit« bei Lebzeiten seines Vaters gestorben), während Hesse» Re-gierung das Fürstenthum endlich seine völlige Unabhängigkeit er-hielt (gest. 1665).. Allein sein Sohn und Nachfolger Carl IV.nahm in Mantua wieder französische Garnison ein, und erklärtesich im spanischen SuccessionSkrieg für Frankreich. Deßhalb erklärteKaiser Joseph ,1. ihn in die ReichSacht, in welcher er 1703 zuPsdua starb. Österreich blieb im Besitze seines Landes, und Movt-scrrat wurde an S«vvyen überlassen. Viele aus dieser berühmtenDynastie haben sich als Helden ausgezeichnet, andre zeichneten sichdurch Liebe für Künste, Wissenschaften und Alterthümer aus. Lud-wig Gonzaga schickte Pietrv Crema mit Briefen und Gold über-häuft an Petrarca nach Frankreich, um ihn zu bewegen, zu ihmzu kommen. Ein Luigi G 0 nzaga, der ums Jahr 1549 starb,war seihst Dichter, Cesare errichtete 1565 die Akademie ü«§I'invsAdni, und mehrere legten Gallerie» von Gemählden und Antike»an. Giulio Romans eröffnete unter ihnen eine ausgebreitete Mah-lerschule, und viele berühmte Künstler fanden Unterstützung undEhre. Auch viele Frauen aus dieser Familie haben sich in gleicherHlnstcht ausgezeichnet- Bqrba Gonzaga beredete ihren Ge-mahl, Herzog Eberhard von Wiytemberg, zur Stiftung der Uni-versität Tübingen. J sab ellg vhy Gonzaga, Gemahlin des Her-logs von Urbino, uannte Sansovino b(e Mutter der Wissenschaften;von^Lucretia von Gonzaga, der unglücklichen Gemahlin vonPaolo Manfrone, hat man ein« Sammlung Briefe (1552, 8. die1 ?°°« Haym dem Hortcnfi» Landi zuschreibt). Unter denen, dieUH durch Einfluß auf die Staatsbegebenheiten einen Namen ge-macht, zeichnet sich aus L»uise Marie, Tochter Herzogs Carl,vermählt an die König« von Polen WladiSlaus und Kasimir, gest.
^ Ihre Schwester Anna, Gemahlin des pfälzische» Prinzen?^vd, spielte eine Aeit lang am französischen Hofe eine bedeu-nnd» Rolle, und hatte auf wichtige Begebenheiten einen große»