Hauöelsbtlanj
der Nacht nach- Frankfurt. Napoleon prahlte frech mit einem gro-ßen Siege, den er aus Menschlichkeit nicht verfolgt habe! Auchdie Verbündeten schrieben sich den Sieg zu, weil sie den Siückzügdes Feindes sehr erschwert hatten, . Sir gaben ihren Verlust aus7000 Mann ay. Der Feind soll :n den Gefechten in und bei Ha-nau 12,000 Todte und ig,ooo Gefangene, worunter 200 Offizierenebst zwei Generalen, verloren habe». Zwei badensche Kavalle-rie-Regimenter waren zu den Verbündeten übergegangen.—Dies war die letzte Schlacht, welche Napoleon in Deutschland lie-fern müßte, um über den Rhein zu fliehe». Wrede mir zuschwach, um ihn aufzuhalten; aber was er zum Nachtheil derfranzösischen Armee leisten konnte, hat er tarier grinsn. DerVerf. des Umr. der Begebenheiten auf dem festen Lande, in denJahren 1813 und 78l4 (Weimar 1814), wirft jedoch (S. 224) dirFrage auf: „Wgrum setzte Wrede sich nicht vor das Desile vonGelnhausen? Warum entsandte er Truppen nach Frankfuri?Warum cyncentrirte er sich ma-t am linken Ufer des Mains undmachte den Übergang streitig durch Vor- und Seitenmärscho, Über-fälle und auf alle Arten, wie der Krieg von den Parthern gegenden fliehenden Feind geführt wurde?"
Handelsbilanz ist das Resultat der Vergleichung des Ge-sammtwerths der Ausfuhr mit dem der Einfuhr eines Landes;dieselbe ist günstig oder Vortheilhaft, wenn der Werth je-ner den Werth dieser übertrifft, ungünstig oder nacktheitighingegen, wenn der Werth der Ausfuhr von dem Werthe derEinfuhr übertroffen wird- Eine lang« Zeit hindurch hat die Lehrevon den Handelsbilanzen in her Staattwirihschaft eine sehr be-deutende Rolle gespielt, denn auf dieselbe hauptsächlich war dassogengnnte Mercantilsystem (s. d. Art.) gegründet, jenes System,dessen Vorschriften zu gewisser Zeit fast allen Regierungen alsLeitfaden gedient Hader., und hin und wieder noch gegenwärtigdienen. ES sind aber die Mittel, welche zur Ergründuvg derHandelsbilanz eines -Landes angewandt werden, eben so unsicherund unbefriedigend als falsch die Folgerungen sind, welche ge-wöhnlich haraus gezogen werden. Zu diesen Mitteln nümlich ge-hören vorzugsweise i. die Zollregister; es läßt sich dadurchder beabsichtigte Zweck nicht erreichen, denn -) alles was durchden Schleichhandel aus- oder eingeht, fehlt dann; b) eh werdendarin bloß die aus- oder eingehenden Eenußmrktel aufgeführt;aber der oft sehr bedeutende Lohn, welchen die Rationen sich Wech-selsweise durch Arbeit abverdieuen, bleibt unberechnet, die großen" Summen z. B., welche die Einwohner Westphoiens während derSommkrmonatr in Holland verdienen, sind eben so gut Errorteufür Holland und Importen für Westphaien, als die wirklichenHandelsartikel; c) der Werth der meisten Waare» wird in den' Sollregistern nicht, nach ihrem' jedesmaligen wirklichen Preise, son-dern nach den einmal bestimmten Tarifsätzen, die von jenem Pre.irsehr abweiche» können, aufgeführt. Bei den Exporte« wirb d>".W-rkaufpreis an Ort und Stelle der Versendung der Waare e»s Lischt, bei den Importen hingegen der Einkaufspreis ynt E>nf schluß der Commerzkostcn; hieraus folgt natürlich» daß die SUtlioa».^ nie den Betrag dessen gewinnt, was die Nahion L verllti:Nehmen wir z. B. au, der österreichische Sta.at führe Großd'-arannten für loo.voo Thir. .Quecksilber zu, und empfang« begegnfür 7oo,oaa Lhlr. Coffee, so werden sich zwar die Kaufleute