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Heß Hessen
LehrcrL und Freundes, Empfehlungen anLambert, Sulzeru»dLNendelsfvh» kehrte Herz 1774 nach Berlin zurück. Er hielthier bis zu seinem Tode sehr besuchte Vorlesungen über Experimen-talphysik, war glücklicher Arzt, Vorsteher des jüdischen Kranken-hauses, und einer der liebenswürdigsten, angenehmsten Männer altGesellschafter, so wie sein Haus det Sammelplatz der guten und gebil-deten Gesellschaft war. Zu seinen Bizarrerien gehörte seine Abnei-gung gegen die Kuhpocken-Jmpfung, welche er die Brutal-Im-pfung nannte. Seine Schrift darüber erschien 1800.
Heß (Carl), einer der vorzüglichsten deutschen Kupferstecherunserer Zeit, gegenwärtig in München mit dem Titel als Pro-fessor bei der Kunstakademie angestellt, ist in Darmstadt 1760 ge-boren. Er studirte in Mannheim und Düsseldorf, und arbeitet«in letzterer Stadt seine schönsten Sachen. Wir rechne» zu diesen:sieben Blätter nach so viel Gemählden von Rembrandt und denberühmten Charlatan nach Eerard Douw; eine Faunengesellschaftnach Pousfin; die Himmelfahrt nach Guido Reni, und ins-besondere Rubens mit seiner ersten Frau. Seine Blätter in ei-ner Reihe von Jahrgängen des mohnschen Taschenbuchs (Düs-seldorf bei Schreiner) sämmtlich nach den bcst-n Bilder» de«düffeldorfcr Gallerte, gehören zu den ausgezeichnetsten dieser Art.In neuester Zeit hat er dergleichen auch für das LaschenbuchUrania (im Verlage des Herausgebers dieses Lexicons) geliefert,die sich sehr auszeichnen. Einer seiner Söhne hat sich zum "Schlacki-tenmahler gebildet, und begleitete ist dem Feldzuge von lill-ldar bayersche Armeecorps. Ein treffliches Gemählde von derSchlacht bei Arci« für den König von Bayern hat ihm die B«-wunderung aller Kenner erworben.
st Hessen. Hessen-Cassel mit Ausnahme des Gebiets vonHanau, Schmalkalden und Katzenellenbogen am Rhcine, wurde zu-folge eines französisch kaiserlichen Decrettz vom iMn August iM?ein Bestandtheil des neuen Königreichs Westphalen unter d:rRegierung des KönkgS Hieronymus Napoleon. Die westphilisch«Herrschaft dauerte bis zum LSsten Octoücr 1813, da ei» Corps vorder blücherschen Armee in Cassci einzog, dem am Zosten Oktoberder Churprinz und später der Churfürst nachfolgte. Die bisheri-gen Formen der Verwaltung wurden abgeschafft, im Dienstper-o-Nale große Veränderungen vorgenommen, und die Administrationaufs neue organisirt. Um dos Verdienst, das sich im Kampfe sutDeutschlands.Freiheit erwiesen, zu belohnen, wurde der Ordenvom eisernen Helm gestiftet. Der Regent behielt den alten deut-schen Titel eines „Churfürsten" bei, mit dem jedoch das Pradieat„königlich/ Hoheit" verbunden werden sollte. Die Armee würd«bis auf Zi Bataillons und 10 Escadrons, die zusammen gehe"30,000 Mann betragen, erhöht. Es vernahm auch der Churfürstdie Stände seines Landes über die öffentlichen Angelegenheiten,und ihre Verhandlungen hatten mehrere wichtige und wohlthätigVerfügungen, besonders in Ansehung des Schulden- und Stelle-wesenS, zur Folge. Indessen sind zur Zeit noch nicht alle Hvst-nungen der verschiedenen Classen der Staatsbürger erfüllt, weßw^gen die Regierung sich viele Widersprüche und mannichfaltigendel gefallen lassen mußte. In dem deutschen Lerritoriakausg- -chungsgeschäfte trat der Churfürst die niedere Grafschaft Katze»lendogen (zum Arangement mit Nassau), die Herrschaft Presse,