Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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931
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Herculanrrrn Herz 93 r

beim Congreß in Wien für den Schweizerbund handeln sollten.Die Resultate dieser Verhandlungen sind in der Generalacte herwiener Congresses (Act. 74—84) enthalten. Die Integrität derbisherigen neunzehn Cantons wurde als Grundlage des schweizeri-schen Systems anerkannt; drei neue Clintons, da« Wallsserland,Genf mit seinem Gebiet, und das von Preußen wieder in Besitzgenommene Fürstenthum Neufchatel, wurden dem Schweizerbundehinzugefügt, und verschiedne der Schweiz vorhin entrissene Besitzun-gen zurückgegeben. Als im I. 1815 der Krieg gegen Frankreichaufs neue ausbrach, wurde am aasten Mai zu Fürich, zwischen derSchweiz und den vier verbündeten Mächten, eine Übereinkunft ab-geschlossen, nach welcher die Republik den verbündeten Truppenfreien Ducchzug zu verstatten, und selbst ein Heer zu Deckung derGränze und thätiger Mitwirkung aufzustellen versprach; die ver-bündeten Mächte erklärten sich dagegen bereit, die Republik, welchego.ooo Mann ins Feld stellte, mit Geldanleihen zu unterstützen.Seit dem nun wieder völlig hergestellten Frieden ist auch in dieSchweiz Ruh« und Ordnung zurückgekehrt. Man hat sich sowohlin den einzelnen Cantons, al« auf der Lagsatzuna zu Zürich imI. 1316 mit constitutionellen Einrichtungen, kirchlichen Angelegen-heiten und Verhandlungen deßwegen mit dem römischen Sruhl,mit Organisation der Bundesarmee — deren Stärke zu zz,758Mann als eigentliches Conrigent, und eben so viel zur Reserve,überhaupt also zu 67,516 Mann festgesetzt worden und mit derneuen mit Frankreich abgeschlossenen Militärcapitulation, diesemReiche i2,vcx> Mann in Sold zu überlassen, beschäftigt. Von derKontribution, welche Frankreich vermöge des pariser Traktats vomListen November 1815 zu zahlen hat, waren von den verbündetenMächten der Schweiz drei Millionen zugetheilt worden. Eine derneuesten Handlungen der Republik ist ihr Beitritt zu dem heili-gen Bunde, wozu sie von Rußland eingeladen worden war. —Die 22 CantvnS, aus welchen die Schweizer-Republik jetzt besteht,sind: Zürich, Bern, Lucern (die drei wechselnden Vororte, inwelchen abwechselnd die Lagsahungen gehalten werden), Basel, Schqf-hausen, Solothurn, Waadt, St. Gallen, Aargau, Frciburg, Ap«penzell, Schwyz, Glarus, Unterwasden, Uri, Zug, Thurgau,Graubündten, Telsin, WalliS, Genf und Neufchatel. Die Lotal-summe der Bevölkerung der ganzen Republik ist, da die Statt ge-habten Veränderungen noch zu neu sind, nicht mit Gewißheit zubestimmen; die Zahl von !,yoo,cxx> Einwohnern dürste wahrschein-lich nicht zu hoch angenommen seyn. (Vergl. den Art. Schweiz.)

chHerculannm. — Die politischen Ereignisse, die im Jahrssig in Neapel Statt hatten, unterbrachen natürlich das Geschäft.Durch ein Decret vom Lüsten Februar 1316 verordnele der jetzigeKbnig aber die Forsetzung aller Arbeiten. äci.

. Herz (Marcus), philosophischer Arzt in Berlin und als Vers.eer classischen Schrift „über den Schwindel" (Berlin 1736 undukyo) in der philosophisch. medicinischen Liierani»unve, gcsnich. Er,n Berlin geboren den Tl/ten Jan. 1747 lind starb dort am77Jan. i8c>Z. Sein Vater war ein armer jüdiimer Schrcib-meisler und Marcus kam als Lehrling zu einem jüdischen Handels-, 7^" "ach Königsberg. Hier lehrte damals Kant. Bei Herz" keurige Liebes» den Wissen chaficn, er fand Unterstützung° machte schnell die grbßten Fortschritte. Mit Kants, seines