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Ludwig X VHI.
um den Unruhen in Msnies und. im Garddepartement, wo politi-scher und religiöser Fanatismus die Protestanten Monate lang,in d. I. ichrg und lgiü, blutig verfolgte und ermordete, Hinhaltzu thun. Ubriaens geschah Vieles, um die Blutschuld FrankrMin Ansehung Ludwigs XVs. zu tilgen. Die Prinzessin von Cond«erhielt den Tempel geschenkt, wo sie eipe Sühn-Capelle und ei«Kloster für sich und andere Damen einrichtete. Man errichtet« IDenkniäler dein gemordeten Fürsten, und stellte die kdnig- ^liehe Bcgrädnsficapfll« zu St. Denis wieder her. Ein merk-würdiges Acterstück aus jener Zeit wurde aufgefunden, das Testa-ment ^er Königin Ästarie Lntoinctte, wovon den 22sten Febr. löstjedem Mitgliede der Kammer der Deputieren ein Fac Simile zo-gestellt wurde. Die Vermählung des Herzogs von Berry nut de:Prinzessin Maria Carolina von Heiden Sicilien d. irten Jn»iiZi6 wird eine wichtige Begebenheit seyn, wenn d.r gehoffte Erb«das Hgus Orleans von der Thronfolge entfernt. Unterdesse»Neigte sich der Sieg in den Kammern von den Konstitutionellen Pden Royalisten, die man exog/ros, auch weiße Jgcobiner nannt«.Daher hob der König die Sitzung der Kammer», nachdem sie dasGesetz, wonach keine Trennung d-r Ehe in Frankreich mehr Stattfindet, genehmigt hatten, den System April 1Z16 auf. Der bishe-rige Präsident der Kammer der Deputirten wurde zum Minist«!Leo Innern ernannt. Er, Covvctto, Richelieu und de Cazes bil-deten seitdem im Ministerium die konstitutionelle Mehrheit; duMarin-'ministcr'Dubollchage schien sich ihnen anzuschließen, so dasder Kanzler d>Ambray und der Kriegsminister Feltre (sogenannt!pl«ssii-p»ii's) allein das Vertrauen der Ultra's behielten. Bei de«fortdauernden unruhigen Bewegungen in Frankreich gelang «iendlich jener Mehrheit, der noch der russische Gesandte Pozzo d>Borgs, und Wellington durch ihren Rath (Foucho hatte durch su-chen Brief — s. die (ioiaoxponünnco — darauf wohl auch einge-wirkt) ein höheres Gewicht gaben, den König zu der Ordonna«!bom Zten Sept. igiü zu bewegen, durch welche er die Kamm«der Dsputirten auflLs'te, und für die Wahl dex neuen die gesetz-liche Zahl von hoiährigen Männern wieder gelten ließ; zugleicherklärte er, daß die VerfassungS-sirkunbe keiner Durchsicht unterwer-fen werden sollte. Dieser Sieg der liberalen Partei hat dem ge-fährlichen Treiben der Ultrsroyaiisten, denen Ludwig XVIkl. sebfnicht Royalist genug zu seyn schien, und ihrem viv« le Ko>,yrmnä niLins! fast gänzlich ein Ende gemacht^ und zur Beruhi-gung der Gemüther in Frankreich viel beiaeträgen. Der Sprich«jener Partei, Chateaubriand, griff jene Maßregel, ohne Erfolg, >»seiner sonst int.reffanten Schrift an: Oo i-- mon-ucsiie selou «yss--ite. ») Er machte darin der Regierung den Vorwurf, daß o«individuelle Freiheis und die Preßfxciheit in Frankreich aufgehobenwären, und behauptete, daß jene Verordnung den Gesinnungen d«»Königs widerspräche. Die Wahlen der neuen Kammer sielenaus/daß die Minister, seitdem jene den gten Nov. sich zuerstsammelten, darin die Mehrheit für sich gehabt haben. Die wich-tigst-!: Pcrathungen her beiden Kammern betrafen das neue Wah«styd das Ffnanzgejetz. Die Lage des Volks bedurfte bei der
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stnowlg xvm. strich ihn wegen seines in diese» Sache g'jeiz«»Kühnheit aus de» Zahl sefner Ministe»; doch blieb er P»tr-