Natürliche Magie 991
Handgriffen Der gewöhnlichen Taschenspieler bekannt sind. Nochim vorigen Jahrhundert machte z. B. in Paris ein Chemikergroßes Aufsehen, welcher eine Palingenesie ganz verbrannter Na-iurkLrper aus ihrer Asche in fest vcrschloßnen durchsichtigen Ge-fäßen als möglich zeugen wollte. Die natürliche Magie lehrt we-nigstens theilweise jenes Kunststück nachmachen, wenn. diese Nach-! ahmung gleich etwas hinkt. Der angebliche Magicue hält nämlich! auf einem eigens dazu gefertigten Bretchen einige Abbildungeni von jenen natürlichen Körpern (z. B. Blumen, Pflanzenblarterirü. f.) bereit, welche verbrannt und dann aus ihrer Äsche wiedererzeugt werden sollen. Jene Abbildungen sind mal einer furs ersteunsichtbaren, klebrigen sympathetischen Tinte gefertigt, und unterdem Bretchen, worauf sie stehen, befinden sich verborgene Magnete.Unser Magicus bittet nun die Umstehenden, aus den mitgebrachtenNaturkörpern einen auzuwählen, der verbrannt und palmgcnefirt«erden soll. Dies geschieht. Nach drin Verbrennen sammelt er. die Äsche, mischt sie geschickt unter Eisenseilspäne, rückt die Ma-gnete unter die Abbildung des verbrannten Körpers, und setzt nunim Hinabstrcuen und Umschüttet» die Eisenseilspäne in die Lage,
! von den Magneten angezogen und von der klebrigen lympall eii-! sch-n Tinte festgehalten zu werden, und der v-rorannte Körper1 wird dann auf einmal in seinem Schattenriß wieder crkanntl So! verwandelt unser Magier ein Spiel. Karten in einen lebendigen! Woget, indem er neben dem eigentlichen Spiel Karten noch einl nachgemachtes, inwendig hohles, oben und unten mit zwei Kar-1 tenblättern, an den Seiten mit Kartenblattschnitzchcn zusammen-, geleimtes hat, in dessen Jr.nerm ein lebendiger Vogel sitzt, derdurch einige kleine Öffnungen Luft hat, Darauf wird das nach-gemachte Spiel Karten statt- des echten in eint unten offene ble-cherne Büchse geschoben, in die es genau und eng hineinpaßt, dasuntere, nur leicht angemachte Blatt weggerissen, und — stall derKarten kommt ein Vogel aus der Büchse. Unser MaguS läßtauch mittelst eines Hohlspiegels, dessen Bilder auf den häufigenDampf der Räucherungen fallen, Geister erscheinen, durch bekannt«akustische Apparate sie Fragen beantworten u. f. Ein andererTheil jener sogenannten natürlichen Magie beschäftigt sich mit derAngabe zur Bereitung sympathetischer Tinten, mit allbekanntenelektrischen Kunststücken, wie man z. B. durch den elektrischen Fun-ken «in Thier tödten, einem Menschen unvermuthet einen Schlagversetzen könne u. s. w. In die,er Art beichäftigt sich denn die! ganze sogenannte natürliche Magie mit Kunststücken, die zur ge-i sellschaftlichen Unterkaltung sehr angenehm sind, die aber nichts! Weniger als den Namen Magie und natürliche Magie, sondern! höchstens den einer scheinbaren und falschen, den Namen Losch»«i<spielerei verdienen. Unter Manie im engern Sinne sollte manbloß jene geistige (gute oder schlimme) verstehen, die sich auf ei:.-Gewalt des Geistes über Geist und Körper — den eignen sowohlals fremden — und über die äußere Natur gründet. Jene K.rän-«»Heilungen, die durch Glauben, jene Einwirkung aus he'a'.Wii,«n eines Fremden und Entfernten, durch FixireN deL ägenen^ ^Eens aus jenen (in. s. den Artikel MagnetismuL), bas.ganze! Hellsehen!, z. B. das Wissen um fremde Zustände u,ch
! Gebar,.Vergangenheit und Zukunft, die ansteckend» stsewalt«es krnkhufiasmus, der Verzückung ßntz ano«»- und schlim-