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Mariengrofchen Marsh
Mariengrosch en, Marrengulden, M arien th aler,sind Münzen mit dem Marienbilde; ersteres eine Silber-undRech-uungSmünze in Niedersachsen und am Niederrhein, ungefähr 8 Pf-«m Werthe; die zweite Münze ungefähr iZ Gr. 4 Pf. (nach demwiener Guldenfuß); die dritte, gewöhnlich eine Gedächtnißmünze,
Markig, im Franz. inodllenx, nennt man in der Mahlere!das Fließende in den Umrissen, das Sanfte in den Strichen; einmarkiges Kolorit dasjenige, in welchem die fetten undwohl-verschmolzncn Farben die Frische und Zartheit des Fleisches nachBeschaffenheit des Alters und Geschlechts ausdrücken; im Gegen-theil des Harten, Trocknen. Einen markigen Pinsel nennt manbenjenigen, welcher die Farben wohl mit einander vertreibt.
Markscheide heißt im Bergbau ein gewisses Merkmal,womit man die Orte bezeichnet, wo die Gänge und darauf gemu-theten Fundgruben einer Zeche aufhören, um sie von den angrän-zenden Grubcngebäuden einer andern Zeche abzusondern, auch dieserOrt selbst. Dieser Ort wird am Tage, d. h.' auf der OberflächeLer Erde, gewöhnlich durch einen Lochstein, in der Grube aber oderunter der Erde durch ein Zeichen, welches in das feste Gestein ein-geschlagen wird, und auch die Markscheidestufe heißt(gewöh»>lkch -s) bezeichnet.
s-Marmont. Während Napoleons Usurpation igig folgteer dem Könige nach Gent, und ward nach dessen Rückkehr Präsi-dent des Wahlcollegiums des C6te-d'or Departements.
Marroquin, Mar 0 kanisches Leder, ist soviel als Saf-fian , dessen Zubereitung bei den Türken ein Geheimniß ist. Manhat jetzt auch in Deutschland viele Fabriken, welche in Marroquinallerhand niedliche Arbeiten (Chatouillen, Etuis u. s. w.) arbeiten;eben so ein Marroguinvapier» welches das Ansehen desMar-roqukns nachahmt. Der Marroquin wird vorzüglich in Syrien, aufder Insel Cypern u. a. kleinasiatischen Orten von verschiedenenFarben bereitet.
St. Marsan (Graf von) gehörte früher zu den mit der Re-gierung unzufriedenen Piemontcsern, welche die Partei der Fran-zosen ergriffen. Bonnparte nöthigte ihn, wider Willen im diplo-matischen Dienste zü seyn. Am Hofe zu Berlin war er natürlicheine der wichtigsten Personen; man schätzte ihnsehr, weil er, soviel«s bei einem Herrn, wie der seinig« war, anging, zum Bestendes preußischen Staats bandelte, und oft mit Berläugnung undGefahr seiner selbst die demselben verderblichen Maßregeln ab-wandte oder mäßigte. Auch einzelne Individuen warnte er zurechter Zeit bor der ihnen bevorstehenden Verfolgung. Nach demFalle Bonapartc's trat er wieder in die Dienste des in TiM»wieder eingesetzten Königs von Sardinien, und war dessen Ge-sandter beim Csngreß in Wien, wo er aller Achtung genoß, oberseine Bedeutung mit der unter Bongparte gehabten freilich nichtzu vergleichen war. - ....
Marsh (Herbert), einer der berühmtesten und fruchtbarsten.Politischen und theologischen Schriftsteller Englapds, ist Doctor und Professor der Theologie zu Cambridge,Mitglied der königlichen Societät. Er ward zu London geborm,und zeichnete sich schon als Schüler durch seine mathemam.und andern Kenntnisse aus dem St. John's Collegue Vortheil laus. Nachdem er in seinem Baterlande eine Collegratur uno