Marsh looz
^ demische Würben «hatten hatte, ging er nach Deutschland, um
- sich in neuern Sprachen zu vervollkommnen. Er hielt sich einige
l Jahre in Göttingen und zuletzt in Leipzig auf, und setzte sich so in
o Stand, eines der gelehrtesten deutschen Werke (Michaelis Einlei-
tung in das Neue Testament) mit Anmerkungen ins Englische zu
i übersetzen (erschien 1792—i8,or, 4 Voll. 8,). Zugleich theilte er
n die wichtigsten politischen Nachrichten, die er sich dort zu verschaf-
- fen wußte, der Regierung seines Vaterlandes mit. Pitt ertheilte
h ihm wegen dieses wesentlichen Verdienstes um sein Vaterland eine
- Pension. Als die französischen Kriegsheere Deutschland über-
ü schwemmten, ging Marsh nach England zurück, und erhielt 1807
die obige Professur. Mit einem löblichen Eifer in der Erfüllung, seines neuen Berufes, hielt er seine theologischen Vorlesungen, statt,
- wie vordem üblich war, in lateinischer, jetzt in englischer Sprache.'.
- Dadurch gewannen dieselben an Gemeinnützlichkeit, da jetzt Person
r nen jedes Standes sie verstehen und besuchen konnten. Es sind
e drei Lheile-davon gedruckt worden. Er hatte dqs Schicksal, in
r viele gelehrte Streitigkeiten verwickelt zu werden, und zwar zuerst
mit einem Archidiaconus Tarvis über einen Gegenstand der theolo-
> zischen Kritik. Darauf suchte er in dem Werke: psrie's Lssa^on rlio lZiiblisle national Öressik, or an atlempt to romovö tilg
e apprelienelons ok tirose, valio leave mono)- in rlnr li.n^lisla» litinls; translsreä lroin tlie klerman, g. l?97- die Hülfsguellenund die Ehre Britanniens gegen die Verkleineren derselben zu ver»
> i theidigen, und seine Landslcute über den Zustand ihres Vaterlsn-
» ^ des zu beruhigen. Späterhin vertheidigte er seine in seiner Dis-
I rertation on rlie ori^in snä composirion ok tlie tlireo stiel:
> Eosxels, 8- 1802. aufgestellte Hypothese in tnehrcrn Schriften,
> besonders gegen eine scharfsinnige anonyme Schrift,, welche dief allgemeine Meinung dem damaligen Bischof von Oxford zuschrieb.
> Hierauf ward er in einen Federkrieg über das Erziehungssvstemdes Doctors Bell und Joseph Lancastcr's verwickelt. Mit dieser
' Fehde war eine andere in Rücksicht der Bibelsocietät verbunden,l wegen weichet unser Schriftsteller von einem Schwärm erhitzter! Köpfe mit einer Bitterkeit angefallen wurde, die des Ge-l grnstandes durchaus unwürdig war. Während er sich auf dieseWeise herumstritt, ward er schon wieder von einer andern Seiteherausgefodert. Einer der beliebtesten katholischen Geistlichen inLondon, von dem Wunsche beseelt, einen so großen Streit« zur' Mutterkirche zu bringen/ suchte den theologischen Ritter zu über-zeugen, daß er mehrere seiner schärfsten Pfeile aus des Papstes Ki-cher genommen habe (igisj). Aber der Ausgang lehrte, daß derkatholische Bekehr« seinen Kräften zu viel, und der Stärke seinesGegners zu wenig getrauet habe: denn er mußte auf eine lächer-liche Weise abziehen. Seine übrigern theologischen Schriften sind:l/ssa)- on rlio nscknlnes» onrl nscossitv ok istooloA/cal I.ear-ninA. 4. 1702. — Ikisrvrv ol rlio translations, wliicst stavs
- been maüo ok rlio Awriplurer. iZiL. 8- — Lonrro ok I^octu-rcs oontaininA a clesnl'iprii-o null S)'8cematic :oiona:omcnr okestv sevcral ltrniiclie» ok Divinitv. 8- rZto. — Lix locrures otrtsto knterpretaiion ok rlio Nistto, stvi»^ pure lll. ok a coure okk-ecrures. —. Als politischer Schriftsteller hat sich Marsh auch be-kannt gewacht durch seine Ilistor)- ok esse Positivs ok 6re»t Lri-etarn anck I'ranco kiorn rlio lima ok ltrv conkcrenoe »r pitnirr