Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
1005
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Martiniere Martyn (John) 1009

Onanier r Xsl Lknoul Oeiulralo; XII Klette irkdiinns C0L»ccornx. cli cemb. orc.; beide in Wien gestochen; il So^no (derTraum-, eine Sankst« für drei Stimmen für das Ctavier «usge-setzt mit deutschem und italienischem Text, von Schicht, Leipzig1793. Aus seiner Oper § 1 « L^asi in eontrasro ist nur die Ou-vertüre und einige Arien, gestochen zu Wien, 1794 erschienen.Bekannter ist seine Oper In Caprieiosa correem (die gebesserteEigensinnige) gestochen bei Simrock 1800.

Martiniere, (Anton Augustin Bruzen de la) geboren zuDieppe 168Y, gestorben am tytcn Juni 1749 in Haag, ein zuseiner Zeit sehr beliebter historischer und geographischer Schrift-steller. Indessen verdient von seinen sämmtlichen, meist werth-losen Comfilationen hier keine genannt zu werden, als sein Aianästictioniinire Aeograpssioiie er entrinne (ä ia Ilnz-s 1726 — ,7Z9,X kol, ?nris 176g, VI kül- deutsch, Leipzig 1744— 1750,XIII kol.), welches ungeachtet seiner großen Fehlerhaftigkeit dochzur allgemeinen Verbreitung geographischer Kenntnisse viel bei-getragen hat, und auch von Seiten der Form nicht ohne Ver-dienst ist. ' ^ —

Martyn (John) als einer der ausgezeichnetsten botanischenSchriftsteller in der gelehrten Welt bekannt, wurde zu London1649 geboren. Obgleich er von seinem Vater zum Kaufmann be-stimmt war, so widmete er sich doch seinem Lieblingsstudium, undgab schon 1720 seine Übersetzung von' Lourneforts Geschichte derPflanzen, die in der Gegend von Paris wachsen, heraus. Um einähnliches Werk über die Flora von London zu schreiben, machte«c mehrere Fußreisen in der Nachbarschaft dieser Hauptstadt. Spä-terhin unternahm er weitere Reisen, wodurch sein englisches Her-barium bis 1400 Gattungen vermehrt wurde. 1724 bis 172g hielter zu London botanische Vorlesungen, welche mit allgemeinem Bei-fall aufgenommen wurden. 1727 ward er zum Mitglied« der kö-niglichen Societät ernannt, welcher er Nachmals bei der Anordnungihrer Bibliothek und ihres Museums wichtige Dienste leistete. 1730"at er in das Emanuel-Collegium zu Cambridge, um sich ganzder Arzneikunde zu widmen; aber häusliche Verhältnisse und seineBorliebe für die Kräucerkunde hielten ihn davon ab. Er hieltsowohl in London als in Cambridge Vorlesungen über Botanik undKlare,' 1 -, ineüica, und wurde 1733 zum Professor der Botanik aufder gedachten Universität ernannt. Da er das Elima von Londonseiner Gesundheit nicht zuträglich fand, begab er sich nach Chelsea,und 1752 nach Skreatham. 1761 legte er seine Professur nieder,welche daraus seinem Sohne (s. unten) übertragen wurde. AusErkenntlichkeit dafür schenkte er der Universität seine botanische Bi-bliothek, seine Kräutersammlung, viele Zeichnugen von Schwäm-men und mehrere andere Sammlungen. Seine schriftstellerischenArbeiten sind folgende: Vsünlae s^nopticas »ä IVIetlioäuin Rai»-»uir, tÜr^oeiras. toi. 172Ü. — ltletiio-iue xisntrrum eine» Lsii-»virgsian, nascerikinin, » 2 . 1727; — Hisioii» piancaiuin rsrio-surn äecaüer oiiinoue, ein sehr prachtvolles, Mit vielen nach derNatur gemahlten und illuminirten Kupfern ausgestattetes Werk,dem die oben erwähnte Übersetzung de- Tournefortschen Werks inzwei Octavbänden voranging. Auch gab er Übersetzungen von Vir-S'lS Georgica und dessen Schäfergedichken in Prosa mit Anmerkun-bk" i? 4 K heraus, und zeigte sich dadurch auch als Kenner der »l»