Maulesel Maximilian ion
> gen auch mehrere das europäische Clima. Unter diesen ist vor-I züglich der mit schwarzen Beeren aus Perste», wegen seiner eßba-j ren Frucht, in Europa angepflanzt worden, und der mit weißen
! Beeren aus China deßhalb, weil seine Blätter zur Speise der
Geibenwürmer dienen. In mittägigen Ländern, in der Provenceund Jtalnn wird auch noch das Holz des weißen MaulbcerbaumeS. zu allerhand Gefäßen für Flüssigkeiten benutzt, weil es sich imWasser sehr dauerhaft zeigt. Die Rinden dieser Bäume sind zäh,und können zu Stricken verarbeitet werden; die des chinesischenPapiermaulbccrbaums dient in China und Japan zur Berertunz^ des Papiers. I'.
Maulesel, Maulthier ist ein Bastard vöm Pferd undEsel. Der mit einem Mutterpfcrde erzeugte ist etwas größer undhat mehr die Pferdegestalt, als der von der Eselin gcborne;übrigens sind sie am Körper dem Pferde gleich, und haben nurOhren und Schweif mit dem Esel gemein. Wegen ihres sichernGanges zieht man sie in Gebirgsgegenden zum Lasttragen denPferden vor, auch sonst wohl, weil sie sich mit geringerm Futterbefriedigen lassen. Spanien schätzt diese Thiere vorzüglich, undführt viele aus Poitou ein; die Ausfuhr hingegen ist bei schwe-rer Strafe verboten. Statt dek Pferde dienen Maulthiere demPapst und seinen Cardinälen bei feierlichen Auszügen. Der orien-talische Chagrin wird aus Maulthierhäuten bereitet. t?>
Mauresque so viel als Groteske (s. d. Art.).
^-Maury. Statt der gewünschte» Bestätigung seines Erz-biSthnms, ward er wegen Annahme desselben ohne Genehmigungdes heil. Stuhls auf dre Engelsöurg in Verhaft gesetzt, wo ersich noch befinden soll.
Maximilian Franz Xaver Joseph, letzter Churfürstvon Coltt, Bischof zu Münster, Hoch- und Deutschmeister zuMergentheim, königl. Prinz von Ungarn und Böhmen, und Erz-herzog von Österreich, der jüngste unter den Söhnen der KaiserinMaria Theresia, geb. 1756; einer von den Fürsten, welche vonihren Unterthanen gesegnet, und von der Menschheit mit Ehr-furcht genennt werden. Er durchreis'te als Jüngling von 18 Jah-ren unter der Leitung des Grafen von Rosenverg Deutschland,
1 Frankreich, Holland und Italien, und focht in dem bayerjchen, Erbfolgekrieg unter seinem Bruder. Er war für den geistlichen, Stand bestimmt, und hatte sich schon 1769 seinem Onkel, dem PrinzenEarl von Lothringen, als Hoch- und Deutschmeister und 1780dem Churfürsten und Erzbischof von Cöln und Liichof zu Mün-ster als Coadjutor adjungiren lassen, und erlangte 1780 die er-stere, seit 1784 die letzter» Würden. Sein erstes Bestreben war,die Länder CölN und Münster, deren Finanzen, Poeizet und Ju-stijwesen unter der Regierung des Churfürsten M^rimilian Fried-rich sehr in Unordnung gerathen waren, unter Mitwirkung seinertrefflichen Ministers von Waldenfels in einen blühenden und wohl-geordneten Zustand zu bringen. Durch Fleiß, Ordnungsliebe,redliche und sparsame Verwaltung der Finanzen, Besetzung derAmter mit würdigen und tauglichen Männern, und überhaupti durch das »erleuchtende Beispiel großer Talente und Tugendenbewirkte dies Maximilian. Er war ein weiser, wohlthätiger,Talente und Verdienst großmüthig unterstützender und belohnenderMann, besonder? aber ein Gönner der Gelehrten und Künstler,