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der höchsten sinnlichen Reizbarkeit ist er, sobald sein umfassend» tGeist sich regt, der Verläugnung bis zut Aüsterrtät fähig; liebevoll rund innig gegen seine Untergebnen, weiß er dem kältesten ein T„ !fühl für die Sache mitzutheilen, und der umgebenden Welt, iv» kdurch den Charakter des KricgS von 1809, der größtentbeils du x
seinige war, gleichsam den Stempel seines Geistes einzuprägen. i
In dem politischen Betragen des Dürsten Metternich hingegen, um f
in seiner äußern Erscheinung ist alles besonnene, zurückhaltende, ab« ;
auch natürliche Grazie.- Für die Ideen empfänglich aber kalt, für du t
politische Berechnung zu edel, zu warm und zu lebensvoll, om t
mögen ihn nur jene großen Augenblicke in der Geschichte zu bcg-i- t
stein, wo die Begebenheiten den Absichten und Entwürfen du l
Menschen sich deutlich und ergreifllch gegenüberstelle», und wo du 0
Staatsmann überzeugt wird, nicht bloß, daß er will, sondern das r
er kann. Außerdem ist sein Leben ein ruhiges, von keinem Stuw 1
der Zeit zu störendes, aber auch von keinem Glücksfall zu da <fangendes Abwägen, Behorchen und Betasten der.politischen Ben <hällnifse von Europa, das nur dann von lebhafter Thätigkeit un> :»erbrochen wird, wenn irgend eine Frucht dieser Verhältnisse sichder Reife nähert, oder wenn die große Werstandessache der politi- j
scheu Gerechtigkeit, die Sache, mit der Österreich steht und fällt, ,
in Gefahr oder im Vortheil ist. Kein österreichischer Staatsmann, <
selbst der große Kaunitz nicht, hat diesen Grundgedanken der Mo- s
narchie so tief aufgefaßt, als der Fürst Metkernich. Die Absicht 1
der Territorialerweiterung und des Umsichgreifens ist ihm nicht >bloß durch Princip, sondern durch Naturell, durch Geschmack, nur >möchten sagen, durch einen seltne» Ginn für Kunst und Bildung s
fremd. Auch ohne den Adel fernes Gemüths würde er durch Tat! l
und Maß und durch die Grazie seines Geistes, auf seinem erhavn !
ncn Standpunkte, eine der zuverlässigsten Stütze» des Rechts und ,
der Ordnung seyn. Wenn man im gissten Jahre seines Lebens all« <
Auszeichnungen und Ehren, welche der Herr von Österreich und §
die europäischen Höfe gewähren können, in seiner Person vereinigt, -
und überall, wo dem Zeitalter etwas Großes gelungen ist, nni !
Ruhm genannr wird, so wird die Welt von dem Glücke.eines sol- rchen Staatsmannes viel zu sagen wissen. Die Begünstigung bll j 1
Himmels für den Fürsten von Metternich liegt aber pffenbar viel' § i
mehr in dem eben beschriebenen Talent zum Glück, als in derGuB ^ I
der Glücksfälle, die ihn betrafen. Wie Graf Stadion die gansiGröße Österreichs im Unglück repräsentier, so stellt sich im Lebe» s
des Fürsten Metternich eben jener gelassene Glcichinuth und jene« ^ I
oft gerühmte Glück dar, dessen Treue bei allem Wechsel und Wa»- I
bet der Welt Nunmehr seit einem halben Jahrtausende in dicht» i
Hause und in diesem Staate anerkannt wird. Beide sind die go <
dornen Minister von Österreich. Und wenn Graf Stadion an de« ,
Wagenführer erinnert, der auf einer kühne» und großen EM <tisch einem selbstgewählten erhabenen Ziele alle Kräfte seines 1
spanne« richtet und drängt, so werden wie in Fürst Metternn? i
Vieliriehr das Bild des Schiffers erkennen, der dem Antrieb 0» I
Elemente ruhig hingegeben, im entscheidenden Augenblicke mit »n t
fer Klugheit und seltener Unerschrockenheit das Steuer führt, dann s
aber wieder das Wolle« der Begebenheiten ruhig verfolgt, und nur >
aelind am Segel ruckt, Las sich für alle bemüht.- . <
Metzu (Gabriel), ein vorzüglicher Mahler -er nieder!«"